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Gegen den Rat des Pentagons : Donald Trump begnadigt Kriegsverbrecher

Am 2. Weihnachtsfeiertag 2018 besuchte Trump Soldaten im Irak. Bild: AP

Erstmals mischt sich der Präsident in Militärverfahren ein. Ein Mörder kommt frei, ein Angeklagter muss doch nicht vor Gericht, und ein Dritter bekommt seinen Rang zurück.

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          Oberleutnant Clint Lorance trug seine Uniform, als er am Freitagabend das Gefängnis auf dem Armeestützpunkt Fort Leavenworth in Kansas verließ. Ein Militärtribunal hatte Lorance 2013 wegen Mordes zweiten Grades zu neunzehn Jahren Haft verurteilt. Er hatte im Jahr davor in Afghanistan Soldaten seines Zugs befohlen, auf drei Afghanen zu schießen, die auf Motorrädern unterwegs waren. Alle drei Männer waren unbewaffnet, zwei kamen ums Leben. Doch für Donald Trump war Lorance zu hart bestraft worden.

          Andreas Ross
          Verantwortlicher Redakteur für politische Nachrichten und Politik Online.

          Am Freitag begnadigte der Präsident und Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte den Soldaten nach sechs Jahren Haft. Außerdem mischte er sich in zwei ähnlich gelagerte Fälle mutmaßlicher Kriegsverbrechen ein. Er begnadigte einen weiteren Soldaten und nahm die Degradierung eines dritten zurück. Nach übereinstimmenden Medienberichten hatten Verteidigungsminister Mark Esper und andere Vertreter des Pentagons das Weiße Haus vor dem Schritt gewarnt. Sie fürchten um das Vertrauen in die amerikanische Militärgerichtsbarkeit. Das könnte zum einen die Bereitschaft ausländischer Regierungen schmälern, amerikanische Soldaten in ihren Staaten zu dulden. Das Signal der Milde könnte zum anderen Hemmschwellen in der Truppe schleifen. Trump jedoch teilte mit: „Wenn unsere Soldaten für unser Land kämpfen, dann will ich ihnen das Selbstvertrauen für den Kampf geben.“

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