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Nordkorea : Trump: „Es wird geschehen“

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Die Chancen für ein Treffen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un scheinen derzeit wieder zu steigen. Bild: EPA

Amerikas Präsident ändert seinen Kurs gegenüber Nordkorea. Nun bescheinigt Trump dem isolierten Land „brillantes Potential“. Auch bezüglich eines Treffens mit Machthaber Kim gibt es Neuigkeiten.

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          Amerikas Präsident Donald Trump hat Nordkorea ein „brillantes Potential“ bescheinigt und Vorbereitungen einer amerikanischen Delegation in Nordkorea für sein geplantes Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un bestätigt. „Ich glaube wirklich, dass Nordkorea ein brillantes Potential hat und eines Tages eine großartige Wirtschafts- und Finanznation sein wird“, schrieb Trump am Sonntag auf Twitter.

          „Kim Jong-un stimmt darin mit mir überein. Es wird geschehen!“, twitterte Trump. Er bestätigte, dass eine amerikanische Delegation in Nordkorea eingetroffen sei, um Vorbereitungen für den geplanten Gipfel zwischen ihm und Kim zu treffen.

          Was kann das Treffen bringen?

          Geleitet wird das Verhandlungsteam vom erfahrenen Korea-Experten und früheren Atomunterhändler Sung Kim. Die Amerikaner kommen an der Demarkationslinie mit Vertretern Nordkoreas zusammen. Unterdessen wird in den Vereinigten Staaten die Frage aufgeworfen, was ein Treffen Trumps mit Kim eigentlich bringen kann. Auch zweifeln viele Experten an der Verhandlungskompetenz der Trump-Regierung. Die meisten Korea-Experten halten eine Verschiebung des Treffens für sinnvoll, weil die bisherige Vorbereitung ungenügend sei: Viel zu schnell habe Trump einem Treffen zugestimmt. Weiter heißt es, es gebe keine ausgearbeitete Kompromisslinie hinter Trumps öffentlicher Maximalforderung, Nordkorea müsse total und einseitig atomar abrüsten. Und diese Forderung werde Nordkoreas kommunistisches Regime, das seine Atomwaffen als  Lebensversicherung sieht, nicht erfüllen wollen.

          Trumps euphorische Sprache stand in starkem Kontrast zu seinen Äußerungen nur drei Tage zuvor, als er den geplanten Gipfel abgesagt und das mit „offener Feindseligkeit“ Nordkoreas begründet hatte. Nordkorea zeigte sich trotz Trumps Absage weiter offen für direkte Gespräche, woraufhin Trump seinen Kurs abermals änderte und kaum 24 Stunden später erklärte, das geplante Gipfeltreffen am 12. Juni in Singapur sei weiterhin möglich. Vor allem Südkorea setzte sich dafür ein, dass das Treffen zustande kommt.

          Auf dem Gipfeltreffen soll vor allem über eine Frage verhandelt werden: Unter welchen Umständen ist das abgeschottete kommunistische Regime zur Abrüstung seiner Atomwaffen bereit? Nordkorea verfügt nach eigenen Angaben über Atomraketen, die das amerikanische Festland erreichen können.

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