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Richterin Amy Coney Barrett : Eine Magd ist sie nicht mehr

Aktivistinnen, die als Figuren aus der amerikanischen Fernsehserie „The Handmaid’s Tale“ verkleidet sind, protestieren vor dem Supreme Court gegen Trumps Kandidatin für den Obersten Gerichtshof, Amy Coney Barrett. Sie soll diese Woche vor dem Senat angehört werden. Bild: dpa

Heute beginnt vor dem Senat die Anhörung von Trumps Kandidatin für das Oberste Gericht. Barretts spirituelle Heimat befeuert Zweifel an ihrer Unabhängigkeit: Die katholische Gruppe „People of Praise“ steht für Frömmigkeit – und ein konservatives Familienbild.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Sie nannte sich einst eine „Magd“ und soll nun eine der mächtigsten Frauen der Vereinigten Staaten werden: Amy Coney Barrett, 48 Jahre alt und bislang Bundes-Berufungsrichterin in Chicago. Trumps Favoritin für die Nachfolge der verstorbenen Ruth Bader Ginsburg am Obersten Gerichtshof ist eine gläubige Katholikin mit sieben Kindern, aber sie war eben auch achtzehn Jahre lang Jura-Professorin und betont stets, ihre religiösen Einstellungen hielten sie nicht davon ab, faire und juristisch einwandfreie Urteile zu sprechen.

          Für die Konservativen ist Barrett deswegen Wunschkandidatin, weil sie sich von ihr in Fragen wie dem Abtreibungsrecht eben doch konservative Urteile erhoffen. „Es ist, als sei sie maßgeschneidert für diesen Moment“, sagte etwa Carrie Severino, Präsidentin der Lobbyorganisation „Judicial Crisis Network“, der „New York Times“. Für viele Demokraten verkörpert Barrett dagegen alles, was sie ablehnen. In Barretts Anhörung für den Posten am Berufungsgericht hatte die demokratische Senatorin Dianne Feinstein die Vorbehalte auf den Punkt gebracht und zu der Kandidatin gesagt, „das Dogma spricht laut aus Ihnen“.

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