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F.A.S. exklusiv : Deutsche Politiker erwarten Konflikte mit Biden

Joe Biden am 10. November im Delaware Bild: AFP

Joe Biden wird freundlich und verbindlich sein. Deutsche Politiker und Diplomaten erwarten aber, dass er ähnliche Interessen vertreten wird wie Donald Trump.

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          Politiker und Diplomaten erwarten schwierige Verhandlungen mit Amerikas Wahlsieger Joe Biden. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen von der CDU, glaubt, dass auch die Biden-Regierung eine protektionistische Haltung haben wird. „In der demokratischen Partei sind ein gewisser Protektionismus und das Bemühen, amerikanische Arbeitsplätze und Industrien zu schützen, traditionell eher vorhanden als bei den Republikanern, die vor Trump eine Partei des Freihandels war. Die Demokraten haben sich in den letzten Jahren als Partei nach links bewegt. Hinsichtlich der Aussichten auf ein umfassendes Handelsabkommen sind darum nur vorsichtige Erwartungen gerechtfertigt“, sagte er.

          Justus Bender
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Morten Freidel
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung

          Auch in der SPD herrscht Skepsis. Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, dämpfte die Hoffnung auf ein Freihandelsabkommen mit Amerika. „Jeder amerikanische Präsident in dieser Lage muss auf die Wirtschaft und Arbeitsplätze schauen. Das gilt für Biden wie für Trump.“ Er würde ein neues Freihandelsabkommen „deshalb nicht als gegeben ansehen“. Man könne „mit Biden zwar verhandeln, aber da kommt es ganz entscheidend auf den Kongress an. Man wird sehen, wie weit die Bereitschaft da ist bei den Amerikanern, so ein Abkommen zu unterstützen“.

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