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Demonstrationen in Washington : Mindestens 95 Menschen bei Protesten festgenommen

  • Aktualisiert am

Abseits der Parade: Brennende Autos auf Washingtons Straßen Bild: AFP

Gegner des neuen Präsidenten Donald Trump haben in Washington teils gewaltsam protestiert. Schaufenster wurden eingeworfen, die Polizei setzte Tränengas ein. Dutzende Menschen wurden festgenommen.

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          Auf die Amtsübernahme Donald Trumps in Washington haben seine Gegner mit massiven Protesten reagiert. Vereinzelt kam es in der Innenstadt zu Ausschreitungen. 95 Menschen wurden festgenommen, wie ein Polizeisprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

          An einer Kreuzung, die einige Blocks von der Route der Parade entfernt liegt, kam es zu Zusammenstößen von Polizei und Anti-Trump-Demonstranten. Demonstranten zündeten Gegenstände an. Zeitweise stand dichter, schwarzer Rauch über der Straße. Auch ein Auto wurde in Brand gesetzt. Mit Helmen und Schilden ausgestatteten Einheiten drängten eine Gruppe zurück und versuchten, sie zu zerstreuen.

          Szenen wie aus einer Straßenschlacht: Polizisten lieferten sich am Freitag in Washington Gefechte mit gewalttätigen Demonstranten
          Szenen wie aus einer Straßenschlacht: Polizisten lieferten sich am Freitag in Washington Gefechte mit gewalttätigen Demonstranten : Bild: AP

          Insgesamt spiegelt dieser auf eine Kreuzung begrenzte Zusammenstoß aber nicht Stimmung und Lage nach der Vereidigung Donald Trumps wider, die von Hunderttausenden besucht wurde und überwiegend friedlich war. Kleinere Zusammenstöße hat es auch bei früheren Eideszeremonien und anschließenden Paraden gegeben.

          „Ich bin hier, um zu widersprechen“

          „Ich bin hier, um zu widersprechen“, sagte Halie Griffin (27) aus New York, eine der Demonstrantinnen. „Ich will nicht, dass das heruntergespielt wird, normal wird. Ich will, dass die Menschen wissen, da sind andere, die nicht so denken. Auch wenn es die mächtigste Person unserer Regierung so sieht.“

          Die überwiegende Zahl der nach Washington gereisten Besucher waren allerdings Unterstützer des neuen Präsidenten. „Wir kamen aus dem Zug und da waren Massen Demonstranten“, sagt Alyssa Dawson (23) aus New Jersey. „Und so sehr ich auch finde, sie haben das Recht dazu, so sehr war ich auch beeindruckt, wie viele Unterstützer Trumps da waren.“

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          Schon vor Beginn der Zeremonie zur Amtseinführung hatten Demonstranten Autos und Geschäfte beschädigt und kleine, vereinzelte Feuer gelegt, wie die Polizei über Twitter mitteilte. Sie seien mit Brecheisen und Hämmern bewaffnet gewesen. Die Sicherheitskräfte setzten nach eigenen Angaben Pfefferspray ein. Zwei Polizisten seien leicht verletzt worden. Demonstranten gelang es, einen Zuschauerzugang zur Mall zu blockieren.

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