https://www.faz.net/-gpf-8qcrl

Das Trump-Interview in Zitaten : „Ich bin kein Politiker“

  • Aktualisiert am

„Die andere Sache ist, dass die Länder nicht ihren fairen Anteil bezahlen. Also, wir sollen diese Länder schützen, aber viele dieser Länder zahlen nicht, was sie zahlen müssten. Das ist sehr unfair gegenüber den Vereinigten Staaten. Abgesehen davon ist mir die Nato aber sehr wichtig.“

Trump über das Twittern:

„Und das Twittern? Ich dachte, ich würde es zurückschrauben, aber die Presse berichtet so unehrlich über mich – so unehrlich –, dass ich mich über Twitter äußere. Und es sind nicht 140 Zeichen, es sind jetzt 140, 280 – ich kann bing, bing, bing machen und mache einfach weiter, und sie veröffentlichen es, sobald ich es twittere.“

„Aber wissen Sie, das Twittern ist interessant, weil ich es sehr akkurat finde. Wenn ich etwas öffentlich sage und wenn ich den Zeitungen etwas sage, und sie es nicht akkurat wiedergeben, ist das wirklich schlecht. Sie können nicht viel dagegen ausrichten: Wenn man twittert – und ich bin vorsichtig –, ist es sehr exakt, es ist sogar sehr, sehr exakt, und es erscheint als Breaking News.“

Washington : Trump und die Medien: Tweets gegen TV

Trump über ein Treffen mit „ihr“, der britischen Premierministerin Theresa May, den Brexit und seine Gründe:

„Ich bin ein großer Fan Großbritanniens. Und wir werden sehr hart daran arbeiten, das schnell und vernünftig hinzubekommen – gut für beide Seiten. Ich werde mich treffen mit … Wenn Sie den Brief sehen wollen, wo auch immer der Brief ist, sie hat ihn gerade geschickt … Sie bittet um ein Treffen, und wir werden uns gleich nachdem ich ins Weiße Haus gezogen bin treffen, und es wird, ich glaube, wir werden sehr schnell etwas hinbekommen.“

„… dass Ihr Pfund Sterling an Wert verloren hat, ist – großartig. Denn die Geschäfte laufen jetzt in vielen Teilen Großbritanniens unglaublich gut. Ich glaube, der Brexit wird sich letztlich als eine großartige Sache herausstellen.“

„Die Leute wollen nicht, dass andere Leute in ihr Land kommen und es zerstören, und, wissen Sie, in meinem Land werden wir von meinem ersten Amtstag an auf sehr sichere Grenzen setzen.“

„… Großbritannien wollte seine eigene Identität. Aber, das glaube ich wirklich, wenn sie nicht gezwungen worden wären, all diese Flüchtlinge aufzunehmen – so viele, mit all den Problemen, die das mit sich bringt –, dann wäre es nicht zum Brexit gekommen. Es wäre gerade noch einmal gut gegangen, aber das war der Tropfen, der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.“

Trump über Schottland und seine schottische Mutter:

„Tja, die Schotten sind dafür bekannt, auf ihr Kleingeld zu achten, also achte ich auf mein Kleingeld. Nur dass ich mich mit großem Kleingeld beschäftige, das ist das Problem.“

Trump über die Bedeutung der Europäischen Union und ihre Zukunft:

„Ich glaube nicht, dass das für die USA eine große Rolle spielt. Ich habe nie geglaubt, dass das von Bedeutung ist. Schauen Sie, zum Teil wurde die Union gegründet, um die Vereinigten Staaten im Handel zu schlagen, nicht wahr?“

„Die Leute wollen ihre eigene Identität. Wenn Sie mich fragen: Es werden weitere Länder austreten.“

Trump über sein Verhältnis zu den Geheimdiensten und über das angebliche Dossier eines ehemaligen britischen Agenten

„Sie wissen, ich habe große Achtung vor den Nachrichtendiensten, aber viele Leaks, viele ,Fake News‘ werden veröffentlicht, eine Menge ,Fake News‘.“

„Es sind ,Fake News‘, es ist komplett ausgedacht, und ich habe gerade einen Brief von Leuten bekommen, die mit mir nach Russland gereist sind. Sehr reiche Leute, sie sind mit mir gereist, sie sagten, du warst mit uns zusammen und ich war mit ihnen zusammen, ich war nicht mal da. Ich war weg, ich war nicht einmal da. Ich war für den Miss-Universe-Wettbewerb dort, stand auf, holte meine Sachen und ging. Also wenn dieser Typ ein Brite ist, habt ihr eine Menge Probleme …“

Importzölle : Mexikos Autoindustrie zittert vor Trump

Weitere Themen

Topmeldungen

Schwieriger Besuch: Baerbock bei Lawrow im russischen Außenministerium

Baerbock bei Lawrow : Frostige Begegnung in Moskau

Annalena Baerbocks Treffen mit Russlands Außenminister verläuft höflich, aber angespannt. Die beiden tragen einander in erster Linie lange Listen an Differenzen vor. Und Lawrow ist gewohnt listig.
Manfred Weber (links) applaudiert nach der Wahl Roberta Metsolas zur Präsidentin des  Europäischen Parlaments.

Neue EU-Parlamentspräsidentin : Webers Deal und seine Folgen

Roberta Metsola rückt an die Spitze des EU-Parlaments. Zu verdanken hat sie das vor allem dem Strippenzieher Manfred Weber. Die Grünen haben sie nicht gewählt – und zahlen dafür einen hohen Preis.