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Corona in Vereinigten Staaten : Warum Amerika vor einem langen, dunklen Winter steht

Ein Mitarbeiter der Metro in New York trägt eine Maske und wartet an einer U-Bahn-Station auf einen Zug (Archivbild). Bild: dpa

Die Vereinigten Staaten kämpfen weiter flächendeckend mit der Pandemie. Prekär ist die Situation der Gesundheitsversorgung insbesondere im ländlichen Raum. Es treten eklatante Versäumnisse zutage.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Robert Redfield ist kein Alarmist. Auch drängt es ihn nicht ständig in die Öffentlichkeit. Nun aber hielt der Direktor der Seuchenbekämpfungsbehörde CDC den Zeitpunkt für gekommen, die Amerikaner auf den Winter vorzubereiten. Auch wenn die jüngsten Ereignisse im Bereich der Impfstoffentwicklung Anlass für Hoffnung seien – „im Dezember, Januar und Februar wird es hart werden“, sagte er am Mittwoch auf einer Veranstaltung der amerikanischen Handelskammer. Er glaube sogar, dass die Monate für die Gesundheitsversorgung die schwierigsten in der Geschichte des Landes sein würden, vor allem wegen des Drucks auf das System.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Die Bilanz des Tages unterstrich seine Botschaft. Auch wenn die hohe Taktzahl an Negativrekorden in der Corona-Pandemie zu einer gewissen Abstumpfung geführt hat. Diese Zahlen schockierten dann doch: Am Mittwoch starben 2800 Amerikaner an Covid-19. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Auch die Zahl der Neuinfektionen überstieg wieder die Marke von 200.000. Es war der zweithöchste Wert in der Krise. Insgesamt haben sich bislang 14 Millionen Amerikaner infiziert. 275.000 Todesopfer sind zu beklagen. Redfield äußerte, bei täglich 1500 bis 2500 Todesfällen oder mehr könnte die Opferzahl im Februar 450.000 erreichen.

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