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Bidens größte Aufgabe : Versöhnen trotz Trumps Lügen

Auf dem Weg ins Weiße Haus: Joe Biden Bild: AP

Der neue amerikanische Präsident steht vor einer gewaltigen Aufgabe, an der schon seine Vorgänger gescheitert sind. Wie will Joe Biden das zerrissene Amerika versöhnen und einen, wenn Trump weiter Öl ins Feuer gießt?

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          Der künftige amerikanische Präsident Biden wird mit Erwartungen konfrontiert, die angesichts der inneren und äußeren Lage auch bei größter Anstrengung nur schwerlich zu erfüllen sind. Er selbst hat sich, neben der Eindämmung von Covid-19, vielleicht die größte Aufgabe gestellt: die Spaltung in der amerikanischen Bevölkerung zu überwinden und die verschiedenen Lager miteinander zu versöhnen. Clinton, Bush und Obama hatten sich das auch vorgenommen – am Ende der jeweiligen Amtszeit stand es noch schlimmer; vom Ende der Amtszeit Trumps ganz zu schweigen. Aber der hat ja auch alles dafür getan, damit sich die Lager möglichst feindselig gegenüberstehen. Wo eine Geste der Versöhnung geboten gewesen wäre, hat er Öl ins Feuer gegossen.

          Und das tut er weiterhin: Nach wie vor behauptet er ohne stichhaltige Beweise, der Wahlsieg sei gestohlen, die Wahl manipuliert worden. Wer das Gegenteil sagt, wie der Leiter einer wichtigen Abteilung im Heimatschutzministerium, wird gefeuert. So ist das unter und mit Trump, dem Immobilienmogul, den es ins Weiße Haus verschlug: Widerworte werden geahndet, Wahrheitswidriges zu behaupten ist Trumpf. Das alles ist hinlänglich bekannt, fatal sind die Konsequenzen: Es wirkt zersetzend auf die Institutionen der amerikanischen Demokratie. Die große Mehrheit der republikanischen Wähler glaubt, Trump habe die Wahl rechtmäßig gewonnen. Und der arbeitet immer weiter an dieser Legende, die ein Lügenmärchen ist. Wie soll da Versöhnung gelingen?

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

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