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Erstmals seit 20 Jahren : Waffengegner spenden mehr Geld im Wahlkampf als NRA

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„Stop“ steht auf der Wange dieser jungen Frau: Gemeinsam protestieren sie gegen Amerikas Waffengesetze. Bild: AP

Unterstützer von strengeren Waffengesetzen haben erstmals seit mindestens 20 Jahren mehr Geld für den amerikanischen Wahlkampf ausgegeben als die Waffenlobby. Dabei haben sie einen prominenten Unterstützer.

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          Erstmals seit mindestens zwei Jahrzehnten haben die Befürworter von strengeren Waffengesetzen im amerikanischen Wahlkampf mehr Geld ausgegeben als die Waffenlobby um die National Rifle Association (NRA). Bis zum 17. Oktober hätten „gun control“-Gruppen 20,2 Millionen Dollar an Abgeordnete gespendet, teilte Amerikas Wahlkommission (FEC) mit. Die „pro gun“-Seite, angeführt von der NRA, habe dagegen 14,1 Millionen Dollar ausgegeben. Die FEC wird vor der Abstimmung am 6. November keine weiteren Daten zu dem Thema vorlegen. Ihren Angaben zufolge könnte die NRA die Lücke in dieser Zeit aber noch schließen: Sie habe 8,9 Milliarden Dollar in Reserve, ihre Gegner 2,1 Millionen.

          Die NRA ist für etwa 85 Prozent der Ausgaben der „pro gun“-Gruppen verantwortlich. Das Geld geht fast ausschließlich an die Republikaner von Präsident Donald Trump. Zu der Gegenseite gehören Organisationen wie Giffords und Everytown for Gun Safety, die ihrerseits so gut wie nur Demokraten fördern. Ein Löwenanteil ihres Geldes in diesem Jahr stammt von dem Milliardär Michael Bloomberg, der Gründer der gleichnamigen Wirtschaftsagentur. Er hatte 2014 Everytown ins Leben gerufen, gilt als potenzieller Kandidat für die Präsidentenwahl 2020 und zählt zu den Kritikern Donald Trumps.

          Eine NRA-Sprecherin erklärte per E-Mail, das Geld eines Milliardärs aus New York werde nicht die Unterstützung der Bevölkerung für das in der amerikanischen Verfassung garantierte Waffenrecht kippen. Die NRA werde im Gegensatz dazu von „Millionen von kleinen Spenden“ finanziert. Dagegen sprach der Exekutiv-Direktor von Giffords, Peter Ambler, von einem Wandel im öffentlichen Bewusstsein. Es sei erst einige Jahre her, dass strengere Waffengesetze in der Politik als ein viel zu heißes Eisen galten. „Jetzt ist das Gegenteil der Fall.“

          Das Thema dürfte seit dem Wochenende wieder eine größere Rolle im Wahlkampf spielen: Bei einem Anschlag auf eine Synagoge in Pittsburgh wurden elf Menschen getötet. Den Behörden zufolge setzte der mutmaßliche Täter dabei unter anderem ein Sturmgewehr ein.

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