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Obama über Trump : Als Präsident „ungeeignet“

  • Aktualisiert am

Deutlich: Barack Obama auf einer Pressekonferenz in Washington am Dienstag Bild: AP

Die Umfragewerte von Donald Trump sind alles andere als rosig, von einflussreichen Republikanern hagelt es Kritik – jetzt findet auch noch Barack Obama deutliche Worte über seinen möglichen Nachfolger.

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          Der amerikanische Präsident Barack Obama hat dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump Untauglichkeit für das Amt als Staatsoberhaupt attestiert. Trumps Äußerungen über die Familie eines im Irak getöteten muslimischen amerikanischen Soldaten zeigten, dass er für den Posten „ungeeignet“ sei, sagte Obama am Dienstag in Washington. Das belege auch seinen Mangel an Verständnis für schwierige Fragen. „Es muss ein Punkt kommen, an dem man sagt: genug“, sagte der Demokrat Obama vor Journalisten. An die Adresse der Republikaner, die Trump wegen seiner Äußerungen kritisierten, sagte Obama: „Warum unterstützt Ihr ihn immer noch?“

          Auch aus Trumps eigenen Reihen hagelte es scharfe Kritik, allen voran vom prominenten Senator John McCain. „Unsere Partei mag ihm die Nominierung gewährt haben, aber das gibt einem nicht einen Freibrief dafür, diejenigen zu diffamieren, die zu unseren Besten gehören“, erklärte der Vietnam-Veteran im Kongress.

          Trump war die Eltern des vor zwölf Jahren bei einem Bombenanschlag getöteten Hauptmanns Humayun Khan nach deren Auftritt auf dem Parteitag der Demokraten scharf angegangen. Khizr Khan hatte in einer Rede Trump für dessen Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime kritisiert und ihm nahegelegt, einen Blick in die Verfassung zu werfen.

          Trump reagierte empört und sagte, er sei bösartig attackiert worden. Auch hob er darauf ab, dass die Mutter Ghazala Khan während der Rede geschwiegen habe, weil es ihr wohl nicht erlaubt worden sei selbst zu sprechen. Am Montag beschwerte er sich via Twitter über die Berichterstattung der Medien. Khizr Khan gebe überall Interviews. Dabei müsse es doch um „radikalen islamistischen Terrorismus“ gehen. Die jüngsten Entgleisungen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten könnten mit dem Absturz seiner Umfragewerte zusammenhängen: In einer am Montag veröffentlichten ACNN-Umfrage lag Trump neun Prozentpunkte deutlich hinter Clinton, die 52 Prozent erhielt. Erst vor wenigen Tagen lag Trump in einigen Umfragen noch vor der Präsidentschaftskandidatin der Demokraten.

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