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Trumps Wahlkampf : „Nur ich stehe zwischen dem amerikanischen Traum und Chaos“

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Präsident Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Arlington, Virginia Bild: Reuters

Wahlkampf mit düsteren Metaphern: Donald Trump will Amerika vor „totaler Anarchie“ retten, sein Herausforderer Joe Biden will das Land aus der „Dunkelheit“ herausführen. Was sich die Deutschen von einem Wahlsieg Bidens erhoffen, zeigt eine Umfrage.

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          Nach der Nominierung von Joe Biden zu seinem Gegenkandidaten bei der Präsidentenwahl verstärkt der amerikanische Präsident Donald Trump die Bemühungen, seine Anhänger mit Schreckensszenarien für den Fall eines Wahlsiegs der Demokraten im November zu mobilisieren. „Nur ich stehe zwischen dem amerikanischen Traum und totaler Anarchie und Chaos“, sagte Trump am Freitag bei einem Auftritt in Arlington. In der Wirtschaft warnte er vor einem Zusammenbruch in der Größenordnung der Großen Depression: „Wir werden in eine Depression stürzen, die nicht anders sein wird – vielleicht schlimmer – als 1929.“

          Am Vortag hatte der frühere Vizepräsident Biden in seiner Nominierungsrede auf dem Parteitag der Demokraten unter anderem versprochen, das Land bei einem Wahlsieg im November aus der „Dunkelheit“ herauszuführen, mit der Trump es überzogen habe. „Die Demokraten haben den dunkelsten und wütendsten und düstersten Parteitag in der amerikanischen Geschichte abgehalten“, kritisierte Trump im Gegenzug. Dabei sei seine Amtszeit bis zur Corona-Krise „der erfolgreichste Zeitraum in der Geschichte unseres Landes gewesen, nach jedem Maßstab“, erklärte er. „Wo Joe Biden amerikanische Dunkelheit sieht, sehe ich amerikanische Größe.“

          In Deutschland rechnen mehr als drei Viertel der Bevölkerung (76 Prozent) mit einer Verbesserung des Verhältnisses zwischen den Vereinigten Staaten und Europa, sollte der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden die Wahl am 3. November gewinnen. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Magazins „Internationale Politik“ hervor. 15 Prozent erwarten keine wesentliche Veränderung. Nur drei Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.

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