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Nach Pelosi-Trump-Treffen : „Stabiles Genie“ trifft „Katastrophe“

  • -Aktualisiert am

Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses in den Vereinigten Staaten, greift auf einer Pressekonferenz Donald Trump an. Bild: dpa

Donald Trump und Nancy Pelosi werfen sich gegenseitig mangelnde geistige Gesundheit vor. Die Demokraten verfolgen mit der Eskalation eine eigene Strategie.

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          Nach dem schnell beendeten Treffen zwischen Donald Trump und der ranghohen Demokratin Nancy Pelosi am Mittwoch machen sich die beiden Politiker gegenseitig schwere Vorwürfe. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses warf dem Präsidenten Unberechenbarkeit vor. Er ändere nach Gesprächen häufig seine Meinung.

          Auf die Frage eines Journalisten, ob sie um Trumps Gesundheit besorgt sei, antwortete Pelosi: „Bin ich.“ Sie wünsche sich, dass Trumps Familie oder Regierungsmitarbeiter zum Wohle des Landes intervenierten. Pelosi stellte zudem eine Beurlaubung des Präsidenten in den Raum. Auch ein Amtsenthebungsverfahren brachte sie ins Spiel. „Ich werde das in meiner Fraktion ansprechen.“ Solche Überlegungen habe es aber schon öfter gegeben.

          Trumps Antwort folgte ebenfalls auf einer Pressekonferenz: „Nancy Pelosi ist eine Katastrophe“, sagte Trump am Freitag. Nach dem geplatzten Treffen am Mittwoch hatte der Präsident die Demokraten aufgefordert, die Untersuchungen zur Russland-Affäre zu beenden. Andernfalls stehe die sachpolitische Kooperation mit der Opposition auf dem Spiel.

          Um zu beweisen, dass nicht er die Schuld am vorzeitigen Ende des Treffens trage, ließ Trump Mitarbeiter des Weißen Hauses auftreten. Insgesamt fünf Zeugen stimmten dem Präsidenten zu, auch Beraterin Kellyanne Conway bestätigte: „Keine Wutanfälle.“

          Nach Pelosis Zweifeln an Trumps Gesundheitszustand zielt auch der Präsident in seinen Angriffen auf die geistige Gesundheit seiner politischen Gegner. Pelosi und den Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, nannte er „verrückte Nancy“ und „heulender Chuck“. Sich selbst bezeichnete Trump hingegen als „extrem stabiles Genie“.

          Die Sprecherin des Repräsentantenhauses antwortete darauf auf Twitter: Wenn das „Genie Trump“ präsidentieller auftreten würde, wäre sie erfreut, mit ihm an Themen wie Infrastruktur, Handel oder anderem zu arbeiten. Nach der jüngsten Eskalation wird die Kooperation aber sicher nicht einfacher.

          Die „New York Times“ will aus dem aus dem engen Umfeld Pelosis erfahren haben, dass die Angriffe Teil einer Strategie seien. Der Präsident solle aus der Fassung gebracht werden – was den Demokraten teilweise schon gelungen zu sein scheint. Des Weiteren nennt die Zeitung als Grund für die Dramatisierung der Lage, dass Pelosi so versuche, ihre eigene Fraktion zu einen.

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