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Als Abschreckungsmaßnahme : Washington will Migrantenkinder unbegrenzt festhalten

  • Aktualisiert am

Migranten überqueren die Grenze in die Vereinigten Staaten. Bild: dpa

Bislang durften Kinder maximal 20 Tage festgehalten werden. Künftig sollen sie für die gesamte Dauer ihres Asylverfahrens in Gewahrsam gehalten werden. Die Regelung soll laut Heimatschutzminister auch als Abschreckung dienen.

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          Die amerikanische Regierung will Familien, die illegal über die Grenze gelangt sind, künftig für die gesamte Dauer ihres Asyl- oder Einwanderungsverfahrens in Gewahrsam halten. Bislang konnten Kinder maximal 20 Tage lang festgehalten werden. Die Regelung solle auch als Abschreckung dienen, um den Zustrom von Migranten an der Südgrenze zu Mexiko zu bremsen, erklärte der amtierende Heimatschutzminister Kevin McAleenan am Mittwoch. „Der Anreiz, die Grenze illegal mit einem verletzlichen Kind zu überqueren, muss ein Ende haben“, sagte er.

          Die Regelung soll nach Angaben des Ministeriums in zwei Monaten in Kraft treten. Es werden jedoch Klagen dagegen erwartet.

          Bislang konnten Erwachsene schon unbegrenzt festgehalten werden. Dass Kinder infolge einer gerichtlichen Vereinbarung spätestens nach 20 Tagen freigelassen werden mussten, stört die amerikanische Regierung schon seit Langem. McAleenan sagte, die Behörden hätten keinerlei „Anreiz“, Familien lange in Gewahrsam zu halten. Im Schnitt könnten die Verfahren in knapp zwei Monaten abgewickelt werden, sagte er. Die neue Regelung ermögliche es, alle Kinder im Gewahrsam der amerikanischen Behörden „würdevoll“ und „respektvoll“ zu behandeln, sagte der Minister.

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