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Künftiger Umgang mit Daten : Soziale Marktwirtschaft für den europäischen Datenraum

  • -Aktualisiert am

Ursula von der Leyen (CDU), die künftige Präsidentin der Europäischen Kommission, und Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, hier im Juni 2018 vor Beginn einer Kabinettssitzung Bild: Picture-Alliance

Europa muss einen eigenen, verantwortlichen Umgang mit Daten finden, der sich am Gemeinwohl orientiert. Denn sowohl der chinesische als auch der amerikanische Weg sind mit unseren europäischen Idealen nicht vereinbar. Ein Gastbeitrag.

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          Wir leben im Zeitalter der Daten. Daten und unser Umgang damit bestimmen zunehmend, wie wir leben, arbeiten, kommunizieren. Die zentrale Frage ist: Schaffen wir es, den technischen Wandel souverän und aktiv zu gestalten? Können wir wirtschaftlich an der Weltspitze bleiben? Gelingt es uns, tödliche Krankheiten zu besiegen? Und zugleich unsere Privatsphäre zu erhalten? Der Umgang mit Daten wird dafür entscheidend sein.

          Bislang dominieren beim Umgang mit Daten zwei Modelle die Welt. China hat Daten und ihren Nutzen vollkommen verstaatlicht. Was erhoben, ausgewertet und gespeichert wird, entscheiden nicht die Bürger, sondern der Apparat. Das mag zwar Forschung und Entwicklung vorantreiben, dasselbe gilt jedoch für einen totalen Überwachungsstaat. Das Gesellschaftsmodell und der Umgang mit Daten hängen eng zusammen: Der Staat erhebt in China einen Allmachtsanspruch, weit über das Digitale hinaus. Was zählt, ist das Kollektiv, das Individuum hat sich unterzuordnen.

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