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Von der Leyen im Kurdengebiet : Merkels Wunderwaffe

Der Besuch der zierlichen Ministerin: Den Peschmerga wären schwere Panzer lieber gewesen.

          1 Min.

          Waffen immer noch nicht angekommen, Ausbilder in einem bulgarischen Hotel gestrandet, Präsident und Regierungschef abwesend? Die Verteidigungsministerin in ihrem Lauf halten weder kaputte Flugzeuge noch verreiste Gastgeber auf. Da sieht man einmal wieder, dass Deutschland zwar keine militärische, aber eine politische Großmacht ist, auch wenn das noch nicht jeder erkannt hat.

          Mögen sich Franzosen, Belgier und Holländer an den Luftangriffen der Amerikaner auf den „Islamischen Staat“ beteiligen – Deutschland schickt seine politische Wunderwaffe an die nordirakische Front. Den Peschmerga wäre eine Lieferung von schweren Kampfpanzern vermutlich lieber gewesen als der Besuch der zierlichen Ministerin.

          Aber selbst bis ins Kurdengebiet sprach sich herum, welche Qualen die große Koalition durchlitt, bis sie sich entschied, wenigstens Handfeuerwaffen zu spenden. Mit Gewissensbissen beeindruckt man die islamistischen Terroristen freilich nicht. Immerhin den westlichen Nachbarn Deutschlands scheint das klar zu sein. Und die haben auch noch Kampfflugzeuge, die fliegen.

          Berthold Kohler
          Herausgeber.

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