https://www.faz.net/-gpf-7pcy6

Von der Leyen im Kosovo : Die Parallele zur Ukraine

  • Aktualisiert am

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Feldlager Prizren im Kosovo Bild: dpa

Ob das eine Anspielung auf die Ukraine war? Im Kosovo sorge der Nato-Einsatz für Frieden in einer einst gespaltenen Gesellschaft, sagte die Verteidigungsministerin im deutschen Feldlager. Das könne man „auch mal als Beispiel nehmen“.

          1 Min.

          Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat den Einsatz der internationalen Schutztruppe im Kosovo als gelungenes Beispiel für eine friedliche Konfliktlösung gewürdigt. „Wenn man ein bisschen sich umschaut in diesen Tagen, dann kann man diese Mission über 14, fast 15 Jahre jetzt auch mal als Beispiel nehmen“, sagte die CDU-Politikerin am Mittwochabend bei einem Truppenbesuch im deutschen Feldlager Prizren vor Soldaten offensichtlich in Anspielung auf die Ukraine-Krise.

          Die Entwicklung in dem Balkan-Land zeige auf beeindruckende Weise, wie man aus einer schier ausweglosen Situation den Weg in eine friedliche Zukunft finden könne. Sie erinnerte daran, dass auch im Kosovo die Bevölkerung „ganz klar ursprünglich gespalten war“.

          "Unbeirrt Flagge zeigen"

          Die Nato hatte 1999 nach Vertreibungen und Berichten über Gräueltaten an der albanischen Bevölkerungsmehrheit in der damaligen serbischen Provinz Kosovo mit Luftangriffen interveniert. Nach dem Krieg folgte der jetzige Nato-Stabilisierungseinsatz KFOR, an dem heute noch rund 4900 Soldaten aus 32 Ländern beteiligt sind. Deutschland ist mit 700 Soldaten der größte Truppensteller. Mit 15 Jahren ist es der längste aktuelle Bundeswehreinsatz. Von der Leyen machte klar, dass sie die Mission auch nach so langer Zeit noch für gerechtfertigt hält. „Wichtig ist, dass wir jetzt hier in diesem Land unbeirrt Flagge zeigen“, sagte sie.

          Das Kabinett hatte am Mittwoch eine Verlängerung des Einsatzes um ein weiteres Jahr beschlossen. Von der Leyen war kurz darauf ins Kosovo aufgebrochen. Sie will sich an diesem Donnerstag in den Feldlagern in Prizren, Pristina und Novo Selo über die zweitgrößte Auslandsmission der Bundeswehr nach Afghanistan informieren.

          In den fünf Monaten seit ihrem Amtsantritt hat von der Leyen bereits die Einsatzgebiete in Afghanistan, Mali, in der Türkei, am Horn von Afrika und im Libanon besucht.

          Weitere Themen

          Gespräche für Hungerstreikenden nach Wahl Video-Seite öffnen

          Laschet bietet an : Gespräche für Hungerstreikenden nach Wahl

          Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat den Hungerstreikenden in Berlin gemeinsam mit den beiden anderen Kanzlerkandidaten ein Gespräch angeboten - allerdings erst nach der Bundestagswahl. Bei einer Wahlkundgebung in Bremen wurde Laschet immer wieder von Zwischenrufern unterbrochen.

          Topmeldungen

          „Komplette Ablehnung von Bitcoin in El Salvador“: Demonstration gegen den Bitcoin in San Salvador

          Unsichere Anlage : Nicht vom Bitcoin narren lassen!

          Die Verheißungen der populärsten Krypto-Anlage sind unerfüllbar, seine Makel werden unterschätzt. Warum der Bitcoin mehr Spuk als Spielerei ist und auch in der Nachhaltigkeit versagt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.