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Bouffier im Interview : „Das Verhalten der SPD ist unehrlich und wirr“

Ist mit dem Verhalten der SPD mehr als unzufrieden: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Bild: dpa

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier ist verärgert darüber, dass die SPD Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin ablehnt – das belaste die Koalition schwer. Sollte die Partei die Nominierung nutzen, um aus dem Bündnis auszusteigen, ist seine Botschaft klar: „Dann geht!“

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          Herr Ministerpräsident, Sie haben sich bei der Europawahl für Manfred Weber eingesetzt und auch für das Prinzip, dass der Spitzenkandidat, der die Wahl gewinnt, Kommissionspräsident wird. Sind Sie enttäuscht?

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Ich habe mich in der Tat im Wahlkampf für den EVP-Spitzenkandidaten Manfred Weber eingesetzt. Er wäre ein guter Kommissionspräsident geworden. Ich hätte mich gefreut, wenn das geklappt hätte. Webers Haltung jetzt finde ich extrem nobel. Obwohl er die EVP zum Wahlsieg geführt hat, hat er auf seine Kandidatur verzichtet, als er merkte, dass er bei den Staats- und Regierungschefs nicht durchzusetzen war.

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