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Angreifer tot : Vier Tote und zahlreiche Verletzte bei Anschlag in London

  • Aktualisiert am

Polizisten eilen in das Parlamentsgebäude. Bild: AP

Im Regierungsviertel der britischen Hauptstadt sind vier Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Die Polizei geht von einem Terrorakt aus. Premierministerin May ruft das Sicherheitskabinett zusammen.

          Bei einem mutmaßlichen Terroranschlag in London sind nach Angaben von Scotland Yard vier Menschen getötet worden. Unter ihnen befinde sich auch der Attentäter, hieß es von Seiten der Polizei. Mindestens vierzig weitere Menschen wurden verletzt. Zunächst hatte die Polizei von fünf Opfern gesprochen.

          Angreifer erschossen

          Laut Polizeiangaben raste der Täter auf der Westminster-Brücke zunächst mit einem Auto über den Bürgersteig. Mehrere Personen wurden dabei erfasst, zu Boden gerissen und verletzt. Bilder von der Brücke zeigten mehrere Personen, die teils blutend auf dem Boden liegen; eine von ihnen lag unter einem Bus.

          Bilderstrecke

          Kurz darauf durchbrach er am Parlament mit seinem Wagen eine Absperrung und stürmte mit einem Messer bewaffnet auf einen Polizisten zu. Der Beamte wurde nach Angaben von Scotland Yard getötet, der Angreifer schließlich von der  Polizei erschossen. Parlamentspräsident David Lidington hatte zuvor mitgeteilt, dass der Polizist mit einem Messer verletzt und der Angreifer angeschossen worden sei.

          Etliche schwer bewaffnete Polizisten eilten am Nachmittag in das Parlamentsgebäude. Weitere Beamte patrouillierten in den Straßen. Die U-Bahn-Station „Westminister“ wurde geschlossen, das Regierungsviertel weiträumig abgesperrt. Der Einsatz verursachte ein Verkehrschaos in der Hauptstadt.

          Die laufende Sitzung des Unterhauses wurde abgebrochen. Die Abgeordneten wurden angewiesen, das Gebäude nicht zu verlassen. Die meisten von ihnen hatten sich zum Zeitpunkt der Schüsse im benachbarten „Portcullis House“ aufgehalten, wo sich die meisten Büros der Parlamentarier befinden. Auch dort wurden sie aufgefordert, das Haus einstweilen nicht zu verlassen. Gut zwei Stunden zuvor hatten sich die Abgeordneten sowie die meisten Mitglieder des Kabinetts im Unterhaus zur wöchentlichen Fragestunde „Prime Minister's Questions“ versammelt. Premierministerin Theresa May wurde mit einem Dienstwagen aus dem Gebäude gebracht.

          Das Regionalparlament in Schottland hat die Abstimmung über ein zweites Unabhängigkeitsreferendum abgebrochen. Die Zustimmung der Abgeordneten in Edinburgh gilt als sicher, die Debatte wurde aber abgebrochen. Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon schrieb auf Twitter, ihre Gedanken seien bei allen Betroffenen im Londoner Regierungsviertel und bei den tapferen Rettungskräften.

          Großbritanniens Premierministerin Theresa May bestellte das Sicherheitskabinett ein. Sicherheitsberater und Geheimdienstvertreter, Rettungskräfte und Politiker würden noch am Abend zusammenkommen, sagte ein Regierungssprecher in London. Sie spricht von einem „kranken und verkommenen Anschlag“. Jeder Versuch, die britischen Werte durch Terror zu besiegen, sei doch zum Scheitern verdammt. An der Terrorwarnstufe ändere sich nichts.

          Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat sich nach den Terrorattacken in der britischen Hauptstadt am Mittwoch mit einer trotzigen Botschaft an die Öffentlichkeit gewandt. „Londoner werden sich niemals von Terror einschüchtern lassen“, sagte Khan. Gleichzeitig sprach er den Betroffenen sein Mitgefühl aus. „Meine Gedanken gelten denen, die geliebte Menschen verloren haben und allen Betroffenen“, ließ Khan wissen.

          Der Angriff in London ereignete sich auf den Tag genau ein Jahr nach den islamistischen Attacken in Brüssel. Am 22. März 2016 töteten drei Selbstmordattentäter am Flughafen der belgischen Hauptstadt und in der U-Bahnstation Maelbeek im Europaviertel 32 Menschen und verletzten mehr als 300 weitere.

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