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Sudetendeutsche : Verzicht auf „Wiedergewinnung der Heimat“

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Sudetendeutsche Frauen in Festtagstracht auf dem Sudetendeutschen Tag 2008 in Nürnberg. Bild: dpa

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft hat in Satzungsänderungen Abstand von dem Ziel genommen, die „Heimat wiederzugewinnen“. Auch von Restitutionen und Entschädigungen ist kaum noch die Rede. Andere Ziele rücken in den Vordergrund.

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          Die Sudetendeutsche Landsmannschaft hat ihre politische Neuausrichtung durch mehrere Beschlüsse untermauert. Bei einer Bundesversammlung verabschiedeten die Delegierten am Wochenende in München eine neue Grundsatzerklärung und mehrere Satzungsänderungen. So wurden Paragrafen gestrichen, in denen bisher vom Ziel einer „Wiedergewinnung der Heimat“ und einer „Restitution oder gleichwertigen Entschädigung“ die Rede war. Stattdessen fordert die Landsmannschaft die weltweite Durchsetzung der Grund- und Menschenrechte und des Selbstbestimmungsrechts von Völkern und Volksgruppen.

          Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Partnerschaft mit den Tschechen wird zum zentralen Ziel der sudetendeutschen Arbeit erklärt. Die Verbrechen an den Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg und die ihrer Vertreibung zugrundeliegenden Beschlüsse der damaligen tschechoslowakischen Regierung werden als Unrecht benannt, das geheilt werden müsse. Zugleich bekennt sich die Landsmannschaft zur Mitverantwortung „für die Verfolgung und Ermordung von Sudetendeutschen und Tschechen, die dem nationalsozialistischen Regime missliebig waren, sowie für den Holocaust an den Juden in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien.“

          Landsmannschaftssprecher Bernd Posselt begrüßte, dass die Delegierten den von ihm schon vor Jahren eingeschlagenen Reformkurs gefolgt seien. Die Beschlüsse machten die Landsmannschaft „zukunftsfest“ und stärkten ihre „Rolle als Bindeglied im deutsch-tschechischen Dialog“, so der CSU-Politiker.

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