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Von der Leyen in Niger : Verteidigungsministerin eröffnet Bundeswehr-Camp

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Im „Camp Allemand“: Bundesverteidigungsministerin von der Leyen mit ihrem nigrischen Gegenüber Kalla Moutari und Kommandeur Guido Gleißner Bild: dpa

Niger ist nach den Worten der Verteidigungsministerin ein wichtiger Partner im Kampf gegen den Terror und illegale Migration. Außerdem nutzt die Bundeswehr das Land als Umschlagplatz für ihre Mission in Mali.

          Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat einen deutschen Stützpunkt am Flughafen der nigrischen Hauptstadt Niamey eröffnet, den die Bundeswehr als logistisches Drehkreuz für den Einsatz in Mali nutzt. „Der Niger ebenso wie Mali und die anderen Länder der Sahelregion sind Teil der europäischen Nachbarschaft, einer Nachbarschaft, die vor unendlich großen Herausforderungen steht“, sagte die Ministerin am Sonntagabend bei einem Besuch in dem neuen Camp. Sie dankte dem Niger, der ein zuverlässiger Partner im Kampf gegen Terror, organisierte Kriminalität und illegale Migration sei.

          Die Bundeswehr nutzt den Flughafen von Niamey schon länger als Luftumschlagplatz für Personal und Material im Nachbarland Mali. Bisher waren die etwa 70 deutschen Soldaten dort jedoch in einem französischen Camp untergebracht. Niger ist eines der ärmsten Länder der Welt und liegt an einer der Haupttransitrouten aus Afrika in Richtung Mittelmeer und Europa. Auf Bitten der Europäer hatte das Land den Kampf gegen die Schleuser zuletzt verstärkt und die illegale Migration dadurch stark gesenkt. Die Sicherheitskräfte verfügen jedoch nicht über ausreichend Fahrzeuge, um die weiten Wüstengebiete im Norden effektiv kontrollieren zu können.

          Deutschland unterstützt das Land daher bereits seit einiger Zeit mit geländegängigen Fahrzeugen und Motorrädern. Von der Leyen übergab dem nigrischen Verteidigungsminister Kalla Moutari die ersten von 53 weiteren Militärlastwagen im Wert von sechs Millionen Euro. Die Bundeswehr werde Fahrer und Mechaniker dafür ausbilden. Außerdem kündigte die Ministerin deutsche Hilfe in Höhe von 5,5 Millionen Euro für den Neubau einer Unteroffiziersschule in Agadez an. Die Stadt ist ein zentraler Knotenpunkt der Migration in Richtung Europa.

          Moutari dankte von der Leyen für die Hilfe. „Der Niger ist ein riesiges Land. Wir brauchen Menschen und Technik, um den Feind auf unserem Territorium zu entdecken“, sagte er. Das größte Problem sei die fehlende Mobilität. „Wenn wir nicht die Mittel haben, rasch zuzuschlagen, entsteht bei den Soldaten Frust.“ Der Niger sei entschlossen, gegen die illegale Migration vorzugehen, betonte der Minister. Dazu sei einerseits der Einsatz der Sicherheitskräfte nötig, andererseits brauche es Investitionen in die Wirtschaft. „Von dieser illegalen Migration leben viele Leute, die jetzt arbeitslos sind“, sagte Moutari. Dies solle keine Entschuldigung sein. „Der Niger wünscht sich hier aber die Hilfe seiner Partner, denn es ist auch unsere Pflicht, unseren jungen Leuten Arbeit zu geben.“

          Von der Leyen sagte Moutari Hilfe bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes zu. „Wir sind uns der großen Anstrengungen bewusst, die noch zu unternehmen sind, um die langfristigen Perspektiven der Region zu verbessern – speziell, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht“, sagte sie. Deshalb werde die Bundeswehr vor Ort weiter den vernetzten Ansatz der Europäischen Union verfolgen, der auf Diplomatie, Entwicklungspolitik und militärischer Hilfe beruhe.

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