https://www.faz.net/-gpf-a30ce

Vergiftung Aleksej Nawalnyjs : Wesensprüfung für den Westen

Der russische Oppositionspolitiker Aleksej Nawalnyj wird derzeit in der Berliner Charité behandelt. Bild: dpa

Wenn die Regierung Merkel nach der Vergiftung Nawalnyjs an Nord Stream 2 festhält, kann sie sich beim nächsten Mordanschlag auch gleich die Empörung sparen. Putin beeindrucken nur Ge- und Entschlossenheit.

          3 Min.

          Es ist wahr: Nur die russische Regierung könnte vollständig aufklären, wer Aleksej Nawalnyj mit einem der gefährlichsten chemischen Kampfstoffe vergiftete, die es gibt. „Sehr schwerwiegende Fragen“, von denen die Bundeskanzlerin sprach, als sie den Mordversuch verurteilte, sind jetzt aber nicht nur von Moskau zu beantworten, sondern auch in Berlin und im ganzen Westen. Die ungewöhnlich scharfe Reaktion der Kanzlerin zeigt, dass die Bundesregierung auch in diesem Fall nicht an die Unschuld des Kremls glaubt.

          Und selbst in den deutschen Oppositionsparteien, die sonst viel Verständnis für Putin haben, behauptete noch niemand, es sei wohl ein Samowar, aus dem Nawalnyj seinen Tee bekam, versehentlich mit Nowitschok befüllt worden.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Wir feiern 3 Jahre F+

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Drei Jahre lang, lebte Daniela am Frankfurter Flughafen aus zwei Koffern (Symbolbild).

          Leben im Flughafen Frankfurt : Ohne Perspektive im Tarnmodus

          Drei Jahre hat Daniela im Frankfurter Flughafen gelebt. Alles, was sie besaß, steckte in zwei Koffern. Dass sie obdachlos war, versuchte sie dabei zu verheimlichen. Eine Geschichte vom Absteigen und Aufstehen.
          Können steigende Rohstoffpreise dazu führen, dass Händler einige Produkte aus ihrem Sortiment streichen?

          Billig einkaufen im Supermarkt : Kampf um jeden Preis

          Händler und Hersteller streiten über die Preise im Lebensmittelhandel. Die könnten im Supermarkt weiter steigen. Die Folgen zeigen sich für den Verbraucher aber auch schon heute: Einige Produkte verschwinden aus den Regalen.