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Pakistan : Verwirrung um entführten Amerikaner

  • Aktualisiert am

John Solecki war Regionalchef des UNHCR in Belutschistan Bild: dpa

Ein anonymer Anrufer hatte schon den Tod des in Pakistan verschleppten UN-Repräsentanten John Solecki angekündigt. Aber dessen Entführer dementierten. Sie verlangen unter anderem die Freilassung von Gefangenen.

          Das Schicksal des in Pakistan entführten UN-Repräsentanten John Solecki bleibt ungewiss. Nachdem örtliche Medien am Montagmittag aufgrund eines anonymen Anrufs den Tod des Amerikaners gemeldet hatten, ließen Soleckis Entführer das wenig später dementieren. „Er lebt“, sagte ein Sprecher der „Vereinigten Front für die Befreiung Belutschistans“ (Bluf) einer pakistanischen Nachrichtenagentur in Quetta. Solecki habe Herz- und Nierenprobleme, werde aber mit Medikamenten versorgt, wurde der Sprecher zitiert.

          Am Mittag war im Presseclub der belutschischen Provinzhauptstadt Quetta ein Anruf eingegangen, der den Tod Soleckis mitteilte. Sein Leichnam werde in wenigen Stunden im Presseclub ankommen, hieß es in dem Telefonat. Der Bluf-Sprecher bestritt wenige Stunden später, dass aus Reihen der Rebellen ein derartiger Anruf getätigt worden sei.

          Solecki, Chef des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) in Belutschistan, war am 2. Februar in der Provinz entführt worden. Seither setzen sich die Vereinten Nationen und die Vereinigten Staaten für seine Befreiung ein. Am Wochenende veröffentlichte das Hilfswerk ein Tonband, in dem Soleckis 83 Jahre alte Mutter um die Freilassung ihres Sohnes bat. Solecki hatte vorher er in einer Videobotschaft über seine schwindende Gesundheit geklagt.

          Die Bluf verlangt unter anderem die Freilassung von Gefangenen sowie eine Untersuchung über das Verschwinden von 6000 Belutschen. Außerdem fordert sie, dass sich die Vereinten Nationen ihres „Freiheitskampfes“ annehmen.

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