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Vereinte Nationen : Ex-Kanzlerberater Steiner wird UN-Beauftragter für das Kosovo

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Diplomat Steiner: Neue Aufgabe für die UN Bild: dpa

UN-Generalsekretär Annan will den ehemaligen Kanzlerberater Steiner als Sonderbeauftragten für das Kosovo einsetzen.

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          Der frühere Kanzlerberater Michael Steiner wird neuer UN-Sonderbeauftragter für das Kosovo. Nach einer längeren Bedenkzeit entschied sich UN-Generalsekretär Kofi Annan dafür, den auf dem Balkan erfahrenen deutschen Diplomaten dem Weltsicherheitsrat als seinen Wunschkandidaten für diesen Posten zu benennen. Der im Januar amtierende Präsident des Sicherheitsrates, Jagdis Koonjul (Mauritius), bestätigte Annans Wahl am Montag bei einer öffentlichen Sitzung.

          Steiner war Annan bereits Anfang des Jahres von der Bundesregierung als Nachfolger für den aus privaten Gründen zurückgetretenen Dänen Hans Hækkerup vorgeschlagen worden. Steiner gilt als Balkan-Experte, seit er als ranghoher Diplomat in Bosnien-Herzegowina gearbeitet hatte. Nach dem Bosnien-Krieg war er als stellvertretender Hoher Repräsentant der internationalen Gemeinschaft (OHR) in Sarajevo tätig.

          Der Berufsdiplomat war im November als außenpolitischer Berater Bundeskanzler Gerhard Schröders zurückgetreten. Er war zuvor öffentlich in die Kritik geraten, weil er in Moskau Bundeswehr-Soldaten beschimpft und in ausfälliger Weise verlangt haben soll, dass sie ihm Kaviar servieren, während er auf den Start einer Maschine der Luftwaffen- Flugbereitschaft warten musste.

          Steiner wird mit der neuen Aufgabe den Rang eines Untergeneralsekretärs der Vereinten Nationen bekleiden. Seine Hauptaufgabe wird es sein, für die Verwirklichung der UN-Resolutionen über die Selbstverwaltung Kosovos innerhalb Jugoslawiens zu sorgen. Der Kosovo-Chefposten gilt als einer der schwierigsten im gesamten UN-System.

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