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Vereinigte Staaten : Terrorwarnung vor Al-Qaida-Anschlägen

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Bei einer Anhörung vor dem US-Senatsausschuss warnten FBI-Chef Mueller und CIA-Direktor Tenet vor einer akuten Gefahr durch Al Qaida. Vielleicht noch diese Woche müsse mit Anschlägen gerechnet werden.

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          In einem gemeinsamen Auftritt vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats haben FBI-Chef Robert Mueller und CIA-Direktor George Tenet am Dienstag vor einer weiter akuten Gefahr durch das islamische Terrornetzwerk Al Qaida gewarnt.

          „Die Feinde, denen wir uns gegenübersehen, sind einfallsreich, gnadenlos und fanatisch entschlossen, unserer Heimat massiven Schaden zuzufügen“, erklärte Mueller. Der Leiter des Bundeskriminalamtes sprach weiter von einem „Krieg, in dem es keine Kompromisse geben kann.“ Tenet äußerte die Erwartung, dass es noch Jahre dauern werde, Al Qaida und andere Terrornetzwerke auszuradieren. „Das Netzwerk ist komplex und anpassungsfähig“, sagte der Geheimdienstdirektor.

          Risiko gilt als hoch

          Am Freitag hatte die Regierung in Washington den Terroralarm von gelb auf orange heraufgestuft - das ist die zweithöchste von insgesamt fünf Stufen. Tenet sprach am Dienstag von Geheimdienstinformationen, die auf einen Anschlag eventuell in dieser Woche hindeuteten. Dabei könne möglicherweise versucht werden, eine „schmutzige Bombe“ zu zünden, die radioaktives Material freisetzt.

          Tenet erklärte weiter, auch wenn die Rückzugsmöglichkeiten der El-Kaida-Mitglieder nach Afghanistan unterbrochen worden seien, sei die Gruppe dort weiterhin präsent, ebenso in Pakistan, Iran und Irak. El Kaida existiere „in der Erwartung der Wiederaufnahme der Offensive“, sagte der CIA-Direktor. Mueller fügte hinzu, dass nach Einschätzung des FBI in den USA noch „mehrere hundert“ muslimische Extremisten aktiv seien. Vorrangig gehe es bei deren Tätigkeit um Geldbeschaffung, Rekrutierung und Ausbildung.

          Besser auf Anschläge vorbereitet

          Die größte Gefahr für die Amerikaner zu Hause gehe aber von „Al-Qaida-Zellen in den USA aus, die wir noch nicht identifiziert haben“. Sowohl Mueller als auch Tenet erklärten, ihre Behörden seien inzwischen weitaus besser darauf vorbereitet, Terroranschläge aufzuspüren und zu verhindern, als dies vor den Anschlägen vom 11. September 2001 der Fall gewesen sei. Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Senator Pat Roberts, erklärte, auch er sehe Anzeichen für eine Verbesserung.

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