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Vereinigte Staaten : Fischer: Keine Kritik an Irak-Angriff

  • Aktualisiert am

Fischer und Powell: Verständnis für den Irak-Angriff Bild: AP

Die Bundesregierung schließt sich der internationalen Kritik an den amerikanischen und britischen Luftangriffen auf den Irak nicht an. „Wir haben die USA nicht zu kritisieren“, sagte Außenminister Fischer in Washington.

          Lange hatte sich die Bundesregierung mit einer Stellungnahme zu den amerikanischen und britischen Luftangriffen auf den Irak zurückgehalten. Jetzt sagte Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) nach einem Gespräch mit seinem neuen amerikanischen Amtskollegen Colin Powell in Washington: „Wir haben die USA nicht zu kritisieren.“

          Fischer sagte, er stimme mit Powell überein, dass der irakische Präsident Saddam Hussein keine Chance bekommen dürfe, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln oder zu beschaffen. Die Bundesregierung teile die Besorgnis der Vereinigten Staaten, dass die Region ein „großes Sicherheitsrisiko“ darstelle. Die Militäraktion sei in einer sehr schwierigen Situation erfolgt. Er sei erfreut, von Powell gehört zu haben, dass Amerika nach einer politischen Lösung suche.

          Powell sagt Konsultationen zu NMD zu

          Weiter Gesprächsthemen waren die NATO-Osterweiterung, das Verhältnis zu Russland und das von den Vereinigten Staaten geplante Raketenabwehrsystem NMD (National Missile Defense). Powell sagte zu dem umstrittenen Projekt erneut Konsultationen mit den Verbündeten, aber auch mit Russland und China zu. Aus Fischers Delegation hieß es, NMD sei eine Entscheidung der Vereinigten Staaten. Es gebe aber den Eindruck, dass die Amerikaner den besorgten Argumenten gegen NMD sorgfältig zuhörten.

          Fischer war bei seinem Antrittsbesuch bei der neuen amerikanischen Administration auch mit Vizepräsident Richard Cheney und der Nationalen Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice zusammengetroffen. Außerdem traf er sich mit Powells Amtsvorgängerin Madelaine Albright zum Frühstück.

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