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Verbot der „Grauen Wölfe“ : Rassistisch und gewalttätig

Der Traum vom großtürkischen Reich: Demonstration von „Grauen Wölfen“ in der Hamburger Innenstadt Bild: action press

Nach dem Verbot in Frankreich wollen auch die im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien die „Grauen Wölfe“ verbieten. Sie sollen die zahlenmäßig größte rechtsextreme Gruppe in Deutschland sein.

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          Auch in Deutschland können sich Armenier nicht sicher fühlen. Als die Truppen Aserbaidschans in den vergangenen Wochen gegen Armenien losmarschierten, fanden viele von ihnen in ihren Briefkästen ein beängstigendes Drohschreiben. Es beginnt mit drei Ausrufezeichen, und es endet mit drei Ausrufezeichen. Die Absender drohen, „eure Kinder werden an euren Gräber stehen, bevor sie in ihr eigenes Grab fallen“, und sie würden nicht zulassen, dass „ungläubige Hunde Armeniens in deutschland (sic) in Frieden leben“. Das Schreiben schließt mit der Warnung: „Wir kennen euch, wir wissen wo eure Kinder sind. Die grauen Wölfe sind nicht weit von euch!!!“

          Rainer Hermann
          Redakteur in der Politik.

          Deren Treiben wollen die Parteien im Bundestag nun fraktionsübergreifend ein Ende bereiten. Ein gemeinsamer Antrag von CDU/CSU, SPD, FDP und den Grünen, der am Mittwoch von der Parlamentsmehrheit gebilligt wurde, fordert die Bundesregierung auf, ein Verbot der Organisationen der „Grauen Wölfe“, die sich selbst den Namen „Ülkücü“, die „Idealisten“, geben, zu prüfen. Nachdem die „Arbeiterpartei Kurdistans“ (PKK) bereits 1993 verboten worden sei, sei das Verbot der „Grauen Wölfe“ überfällig, sagt der Grünen-Politiker Cem Özedmir.

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