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Ranghohe US-Politikerin : Pelosi fordert diplomatischen Boykott von Olympia in China

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Nancy Pelosi auf einer Pressekonferenz im Kapitol am Dienstag Bild: EPA

Mit Nancy Pelosi hat sich eine der einflussreichsten Demokratinnen auf die Seite der Boykott-Bewegung geschlagen: „Lassen Sie uns die chinesische Regierung nicht ehren, indem Staatsoberhäupter nach China gehen.“

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          Die Rufe nach einem diplomatischen Boykott der für kommenden Februar geplanten Olympischen Winterspiele in Peking werden lauter. Am Dienstag schloss sich mit der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, eine der einflussreichsten amerikanischen Politikerinnen und Vertreterinnen der Partei von Präsident Joe Biden den Forderungen an.

          „Lassen Sie uns die chinesische Regierung nicht ehren, indem Staatsoberhäupter nach China gehen“, sagte die Demokratin während einer Anhörung im Kongress. Sie schlage einen diplomatischen Boykott vor. Denn für Staatsoberhäupter, die im Angesicht „eines andauernden Völkermords nach China“ gingen, stelle sich unweigerlich die Frage, welche moralische Autorität sie dann noch hätten, um irgendwo auf der Welt über Menschenrechte zu sprechen.

          Eine Millionen Menschen in Lagern

          Westliche Staaten und Menschenrechtsgruppen werfen China vor, etwa eine Million Uiguren und andere hauptsächlich muslimische Minderheiten in der autonomen Region Xinjiang in Lagern gefangen zu halten. Die Regierung in Peking hatte zunächst die Existenz solcher Lager bestritten und später erklärt, es handele sich um Bildungszentren zur Bekämpfung von religiösem Extremismus.

          Bidens Regierung strebt nach eigenen Angaben einen gemeinsamen Ansatz mit verbündeten Staaten hinsichtlich der Teilnahme an den Spielen in Peking an. Konkret aufgeworfen wurde das Thema nach Angaben von Außenminister Antony Blinken in Gesprächen aber bislang nicht. Ein ranghoher Regierungsvertreter sagte zu den Äußerungen Pelosis, die Haltung der Regierung zu den Olympischen Spielen 2022 habe sich nicht geändert.

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