Iran-Abkommen ohne Amerika :
Trumps Zerstörungswerk

Von Klaus-Dieter Frankenberger, Washington
Lesezeit: 3 Min.
„Es ist kein Frieden erreicht worden“ – mit abermals deutlicher Kritik an Iran hat Donald Trump den Rückzug aus dem Atomabkommen verkündet.
Dass seine Entscheidung für Sanktionen gegen Iran fatale Folgen haben könnte, scheint Donald Trump nicht zu stören. Hauptsache, Obamas Hinterlassenschaft wird entsorgt. Und was denkt der Diktator in Nordkorea nun? Ein Kommentar.

Die Überzeugungsversuche der Bundeskanzlerin und des französischen Präsidenten haben nicht gefruchtet: Donald Trump will Sanktionen, die gegen Iran verhängt und nach Abschluss des Atomabkommens mit dem Land ausgesetzt waren, wieder in Kraft setzen. Damit haben die Vereinigten Staaten dieses Abkommen mehr oder weniger verlassen – und die Gefahr heraufbeschworen, dass es zusammenbricht. Denn mögen die Europäer sich auch weiterhin daran halten wollen – was ist ein Abkommen noch wert, dem der amerikanische Präsident den Rücken kehrt und an das sich die iranische Führung nicht mehr gebunden fühlen dürfte?

Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.