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Unruhen in Chinas Provinz Xinjiang : Blinde Gewalt

  • -Aktualisiert am

Präsenz zeigen: Chinesische Soldaten marschieren in der Nähe der Moschee von Kashgar (Archivbild) Bild: AFP

Was Teile der uigurischen Volksgruppe in Xinjiang veranstalten, ist nicht geeignet, international Sympathie für die durchaus berechtigten Anliegen dieses Volkes zu wecken. Peking wird sich von Gewalt ganz sicher nicht einschüchtern lassen.

          Es ist allgemein bekannt, dass China im Umgang mit seinen ethnischen Minderheiten keinerlei Spaß versteht, weil es diese schnell des kollektiven Separatismus verdächtigt. Was Teile der uigurischen Volksgruppe in der Provinz Xinjiang als Gegenreaktion veranstalten, ist allerdings auch nicht geeignet, international Sympathie für die durchaus berechtigten Anliegen dieses muslimischen Volkes zu wecken.

          Es ist vielmehr kontraproduktiv, mit blinder, zuweilen terroristischer Gewalt gegen die Pekinger Machthaber anzurennen. Xinjiang hat jetzt wieder einmal ein blutiges Wochenende erlebt. Die Hintergründe der Ereignisse sind, wie oft in dieser Region, nicht völlig klar. Die Art der Vorfälle spricht nicht dafür, dass da eine gut organisierte Terrorgruppe am Werk war. Vielmehr sieht es nach spontanen Gewaltausbrüchen aus.

          Aber auch die eifrigsten Verfechter der Rechte der Uiguren müssten wissen, dass Peking sich von Gewalt ganz sicher nicht wird einschüchtern lassen. Es wäre fatal, wenn Xinjiang noch tiefer in einen Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt geriete.

          Peter Sturm

          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

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