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Seit Jahresbeginn : Mehr als 100.000 Menschen über Mittelmeer geflüchtet

  • Aktualisiert am

Deutsche Marine rettet Flüchtlinge im Mittelmeer. Bild: dpa

Es sind dramatische Zahlen: Nach Angaben der Vereinten Nationen haben in diesem Jahr schon mehr als 100.000 Flüchtlinge ihren Weg über das Mittelmeer nach Europa gesucht. Vor allem zwei Länder sind dabei ihr Ziel. 

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          Seit Jahresbeginn sind nach Angaben der Vereinten Nationen schon mehr als 100.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa geflohen. Dies sei ein „dramatischer Anstieg“, erklärte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Dienstag in Genf. Die UNHCR-Präsenz in Griechenland und Italien werde verstärkt, um bei der Versorgung der Menschen zu helfen.

          Die Zahl der an den europäischen Küsten gelandeten Migranten ist dem Flüchtlingshilfswerk zufolge auf insgesamt 103.000 gestiegen, alleine am Wochenende waren 6000 Menschen in Süditalien an Land gebracht worden. Die Gesamtzahl für Italien seit Beginn des Jahres stieg auf 54.000, in Griechenland sind es 48.000. 920 weitere Ankömmlinge wurden in Spanien gezählt, 91 in Malta.

          Wie UNHCR-Sprecher Adrian Edwards weiter mitteilte, starben in diesem Jahr schon fast 1800 Flüchtlinge. Den Anstieg der Zahlen machte er an Griechenland deutlich: Im vergangenen Jahr zählten die Behörden 34.000 Flüchtlinge, in diesem Jahr liegt die Zahl schon bei 48.000.

          In Italien hatten am Sonntag die drei nördlichen Regionen Ligurien, Lombardei und Venetien gewarnt, sie würden keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen. Auch unter den EU-Ländern wird über die Verteilung der Immigranten gestritten. Viele Hauptstädte stemmen sich gegen den Plan der EU-Kommission, 40.000 Flüchtlinge aus Italien und Griechenland nach einem Quotenschlüssel zu verteilen. Deutschland steht hinter dem Vorhaben.

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