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Verhältnis zu Joe Biden : Ungarn fordert „mehr Respekt“ von Amerika

  • Aktualisiert am

Ungarns Außenminister Peter Szijjarto im Dezember 2020 in Ankara Bild: AP

Ungarns Außenminister hofft, dass die Beziehungen zwischen Ungarn und Amerika so gut bleiben wie unter Donald Trump. Kritik will er sich nicht gefallen lassen. Die zeige ein Mangel an Vertrauen in sein Land.

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          Ungarn ist bereit, mit den Vereinigten Staaten unter ihrem neuen Präsidenten Joe Biden zVereinigten Staatenmmenzuarbeiten – fordert aber „mehr Respekt“ von Seiten der westlichen Großmacht. In einem Interview des Nachrichtensenders Euronews sagte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Mittwochabend: „Wir hoffen, dass das Niveau der politischen Beziehung (zwischen Ungarn und den Vereinigten Staaten) so hoch bleibt wie in den vergangenen vier Jahren.“

          Ungarns rechtsnationaler Ministerpräsident Viktor Orban pflegte ein sehr gutes Verhältnis zum abgewählten amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Vor der Wahl hatte Orban behauptet, er habe „keinen Plan B“, falls Trump verliere.

          Szijjarto hatte wiederum Biden scharf angegriffen und seinen Sohn Hunter in den Zusammenhang mit einer angeblichen Korruptionsaffäre in der Ukraine gerückt. Im Interview darauf angesprochen, äußerte Szijjarto kein Bedauern über seine Äußerung. Vielmehr sagte er: „Joe Biden kritisierte Ungarn, bezeichnete Ungarn als ein autokratisches Land. Das zeigt meiner Meinung nach einen Mangel an Respekt und an Vertrauen gegenüber einem Land.“ Mit den Anschuldigungen gegen Bidens Sohn habe er lediglich „zu mehr Respekt gegenüber Ungarn aufgerufen“.

          Orban regiert seit 2010 im EU-Land Ungarn. Mit den EU-Institutionen gab es zuletzt immer wieder Streit um Fragen der Rechtsstaatlichkeit. Ende 2020 blockierte Ungarn gemeinsam mit Polen daher zeitweise ein umfangreiches EU-Finanzpaket, mit dem ein Verfahren zur Ahndung von Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit verbunden wurde.

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