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UN-Generalsekretär : António Guterres erhält Karlspreis 2019

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Antonio Guterres stellt bei einer öffentlichen Vorlesung an der Universität Genf a, 24. Mai 2018 eine neue Abrüstungsinitiative vor. Bild: dpa

Die renommierte Auszeichnung geht in diesem Jahr an einen Europäer in internationaler Verantwortung: Vor allem sein Einsatz für Flüchtlinge beeindruckt die Jury.

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          UN-Generalsekretär António Guterres erhält für seine Verdienste um die europäischen Werte den Karlspreis 2019. Das Karlspreis-Direktorium ehre mit ihm einen herausragenden Streiter für das europäische Gesellschaftsmodell in einer Zeit, in der universelle Rechte und demokratische Grundsätze zunehmend unter Druck gerieten, sagte Sprecher Jürgen Linden am Dienstag.

          Politischen Populismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und radikalen Extremismus zu benennen und zu besiegen, sei Guterres immer ein Anliegen gewesen, stellte das Karlspreis-Direktorium fest. Guterres fordere Solidarität und Mitgefühl im Alltag, Dialog und Respekt über politische Gräben hinweg.

          Der frühere portugiesische Ministerpräsident handele in der komplexen globalen Welt auf Grundlage europäischer Werte, vor allem um Frieden, Freiheit und Demokratie umzusetzen. Er erhalte den Karlspreis in Würdigung seines Einsatzes für die Neubelebung und Festigung der multilateralen Zusammenarbeit.

          Die Preisverleihung findet am Himmelfahrtstag (30. Mai) im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt. Der Internationale Karlspreis zu Aachen wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen. Der Preisträger 2018 war der französische Präsident Emmanuel Macron.

          Schon als Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen habe sich Guterres für die Einhaltung der Menschenrechte und Menschenwürde der Schutzsuchenden eingesetzt, hieß es in der Begründung. Die spätere Wahl zum UN-Generalsekretär - als erster Europäer nach 30 Jahren - sehe das Direktorium als Bekenntnis der Weltgemeinschaft, Menschen auf der Flucht vor Bürgerkrieg, Hunger und Elend eine Perspektive zu geben und Fluchtursachen wirksam zu bekämpfen.

          Unter UN-Generalsekretär Guterres war im Sommer ein weltweiter Migrationspakt verabschiedet worden. Mit dem umstrittenen Pakt wurden erstmals globale Leitlinien für die internationale Migrationspolitik verabredet. Er soll helfen, die Bewegung von Flüchtlingen besser zu organisieren und Rechte der Betroffenen zu stärken.

          Die Preisverleihung solle Ermutigung für diejenigen sein, die sich für Frieden, Verständigung, für sozialen und territorialen Zusammenhalt der Völker und das Wohlergehen der Menschen einsetzen, stellte das Direktorium fest.

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