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Umfrage vor Landtagswahl : CSU verharrt im Mittelmaß

  • Aktualisiert am

Würde am Sonntag gewählt, wären sechs statt vier Parteien im bayerischen Landtag in München vertreten. Bild: dpa

Die absolute Mehrheit in Bayern ist für die CSU weiterhin weit entfernt. In einer neuen Umfrage steht die Partei bei 38%. Die SPD würde momentan sogar nur viertstärkste Kraft.

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          Ihr harter Kurs in der Flüchtlingspolitik zahlt sich für die CSU laut einer Umfrage in der Wählergunst nicht aus. Drei Monate vor der bayerischen Landtagswahl käme die Partei nach der am Montag veröffentlichten Erhebung für die Sender RTL und n-tv derzeit auf 38 Prozent und wäre damit weit von einer absoluten Mehrheit entfernt. Bei einer Bundestagswahl würde die CSU demnach in Bayern nur auf 34 Prozent kommen.

          Die AfD würde dagegen bei einer Landtagswahl auf 14 Prozent kommen. Wenn ein neuer Bundestag gewählt würde, käme die Partei laut der Umfrage sogar auf 16 Prozent und damit auf den höchsten Wert, der jemals vom Meinungsforschungsinstitut Forsa für die AfD ermittelt wurde. „Anders als von der CSU erhofft, gewinnt sie durch den von ihr angezettelten Streit mit der CDU in der Flüchtlingsfrage keine neuen Wähler, sondern schwächt ihre Wählersubstanz weiter“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatten sich noch am Wochenende überzeugt gegeben, dass mit der Verschärfung der Asylpolitik der AfD das Wasser abgegraben werden könne. „Auf jeden Fall drängt es die AfD zurück“, sagte Söder der „Welt am Sonntag“.

          In Bayern liegen die Grünen derzeit bei 15 Prozent und die SPD bei zwölf Prozent. Die Freien Wähler kommen auf acht Prozent, die FDP auf sechs Prozent. Die Linkspartei würde mit drei Prozent nicht in den Landtag einziehen. In Bayern wird am 14. Oktober gewählt.

          Wenn der Bundestag neu gewählt würde, käme die Union auf 30 Prozent. Die SPD würde 17 Prozent der Stimmen erhalten, knapp gefolgt von der AfD mit 16 Prozent. In den Bundestag würden zudem die Grünen mit 13 Prozent, die FDP mit zehn Prozent und die Linkspartei mit neun Prozent einziehen.

          Für die bundesweite Umfrage befragte das Forsa-Institut in der vergangenen Woche 2502 Wahlberechtigte. Die Werte zur politischen Stimmung in Bayern basieren auf den Angaben von 1003 Befragten. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei bis zu 2,5 Prozentpunkten.

          Das generelle Vertrauen der Deutschen in die Parteien, die Probleme im Land lösen zu können, ist laut Umfrage nochmals gesunken. 60 Prozent trauen keiner Partei zu, mit den Problemen fertig zu werden, das sind vier Prozentpunkte weniger als in den Vorwochen. 20 Prozent trauen das der Union zu, nur 7 Prozent der SPD. Das Ansehen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bleibt aber den Angaben zufolge in der vierten Woche in Folge stabil.

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