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Umfrage : AfD bundesweit bei zehn Prozent

  • Aktualisiert am

Bernd Lucke, AfD-Parteichef Bild: Reuters

Der Aufwärtstrend der Alternative für Deutschland hält an. Einer neuen Forsa-Umfrage zufolge käme die Partei derzeit bundesweit auf zehn Prozent der Stimmen. Vor allem aus einem Lager wandern die Wähler ab.

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          Die Alternative für Deutschland (AfD) liegt einer Umfrage zufolge derzeit bundesweit bei zehn Prozent der Stimmen. Die rechtskonservative Partei legte im Vergleich zur Vorwoche um drei Prozentpunkte zu, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Magazins „Stern“ sowie des Fernsehsenders RTL hervorgeht.

          „Es sind vor allem frühere Anhänger der SPD, die unter dem Eindruck der katastrophalen Niederlage ihrer Partei in Thüringen ins Lager der Nichtwähler abgewandert sind“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem „Stern“. Der Anstieg der AfD komme durch einen Mitläufer-Effekt zustande, der für Parteien nach Wahlerfolgen oft zu beobachten sei. Außerdem sammele sie zunehmend Stimmen vom rechten Rand.

          Die FDP bleibt der Umfrage zufolge weiter abgeschlagen und bekäme derzeit nur noch zwei Prozent der Stimmen. Die Unionsparteien CDU/CSU liegen bei 42 Prozent, die SPD bei 22 Prozent. Für die Linke würden neun Prozent der Deutschen stimmen, für die Grünen acht Prozent.

          Bei einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Emnid war die AfD auf acht Prozent der Stimmen gekommen. 59 Prozent der Befragten gaben an, dass die AfD ihrer Meinung zufolge im nächsten Bundestag vertreten sein werde. Jeder fünfte Deutsche kann sich demnach grundsätzlich vorstellen, die AfD zu wählen.

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