Krieg in der Ukraine : Trump will der Ukraine „nicht wirklich“ Tomahawk-Raketen liefern
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US-Präsident Donald Trump und Ukraines Präsident SelenskyjAFP
Wegen Sanktionen: Russland baut Beziehungen zu China +++ Selenskyj bedankt sich für Luftabwehrsysteme +++ Russische Truppen rücken weiter in ostukrainische Stadt Pokrowsk vor +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
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Sabrina Frangos

US-Präsident Donald Trump will der Ukraine keine Tomahawk-Langstreckenraketen liefern. Auf eine entsprechende Frage eines Reporters an Bord der Air Force One antwortet er: „Nein, nicht wirklich."
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Sabrina Frangos

Um die Beziehungen zu China vor dem Hintergrund westlicher Sanktionen zu vertiefen, ist der russische Ministerpräsident Michail Mischustin am Montag zu einem zweitägigen Besuch nach China aufgebrochen. Der Kreml misst der Reise nach eigenen Angaben eine "sehr große Bedeutung" bei. Geplant sind Gespräche mit Premierminister Li Qiang und Präsident Xi Jinping. Kurz vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine hatten beide Länder im Februar 2022 eine Partnerschaft „ohne Grenzen" vereinbart. Seither wendet sich Moskau verstärkt Peking zu, um die Wirkung der Sanktionen abzumildern. Bereits am Sonntag hatten Vertreter beider Regierungen über eine Ausweitung des Handels mit Rohstoffen wie Kupfer und Nickel sowie Agrargütern beraten.
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Sabrina Frangos

Vizekanzler Lars Klingbeil fordert vor dem „Stahlgipfel“ im Kanzleramt an diesem Donnerstag härtere Maßnahmen gegen Russland. Es müsse schnell ein „vollständiges Ende aller Stahlimporte aus Russland geben“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.
„Noch immer sind Stahlbrammen, die in Russland produziert und in der EU weiterverarbeitet werden, von Sanktionen ausgenommen“, kritisierte Klingbeil. „Man kann keinem Beschäftigen bei uns in der Stahlindustrie erklären, dass Europa immer noch den Markt für Putin offen hält.“ Stahlbrammen sind ein Vormaterial für Bleche und Bänder.
Die Antwort auf weltweite Überkapazitäten und Dumpingpreise müsse zugleich „mehr europäischer Patriotismus“ sein, sagte Klingbeil weiter: „mehr heimische Produktion, ein klarer Fokus auf klimafreundlichen Qualitätsstahl aus Deutschland und Europa. Wir müssen in wichtigen Bereichen wie unserer Infrastruktur und der Autoindustrie bevorzugt Stahl nutzen, der hier produziert wird.“ Beim Stahldialog mit der Industrie werde man über Lösungen beraten, darunter niedrigere Energiepreise, vor allem durch einen Industriestrompreis.
Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat für den 6. November Vertreter der Stahlbranche und Ministerpräsidenten aus Ländern mit Stahlindustrie eingeladen – Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg und das Saarland. Bei dem Treffen solle es um Themen wie Resilienz, Handelsbeziehungen und Energiepreise gehen. Auch weitere Regierungsmitglieder wie Vizekanzler und Finanzminister Klingbeil, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sowie Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) wollen teilnehmen.
Bas kündigte ebenfalls Hilfe für die Stahlindustrie an. „Wir lassen nicht zu, dass die industrielle Basis unseres Landes wegschmilzt“, sagte sie der dpa. „Wir gehen mit guten Rahmenbedingungen und großen Investitionen für die Wirtschaft in Vorleistung. Von den Unternehmen erwarten wir, dass sie hier investieren und zum Standort und ihrer Belegschaft stehen.“
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Sabrina Frangos

Der Chef der Airbus-Militärsparte Airbus Defence and Space fordert die Branche angesichts der angespannten geopolitischen Situation zur Vorsorge auf. Es gehe nun darum, „unter anderem auch Rohstoffe und Komponenten auf Lager" zu halten, sagte Michael Schöllhorn der „Süddeutschen Zeitung" laut Vorabbericht, „so wie es im Kalten Krieg auch schon der Fall war". Man müsse nun „eine gewisse Grundreserve verfügbar halten, auch wenn das Geld kostet".
Viele Rohstoffe für Europas Industrie kommen aus China, Halbleiter in großen Mengen aus Taiwan. Auf die Frage, wie lange die Unternehmen weiter produzieren könnten, wenn Rohstoffe aus China ausblieben, sagte Schöllhorn: „Wir haben das Risiko bereits länger im Auge." Insgesamt sei die Branche heute „schon besser aufgestellt als vor drei Jahren, aber noch lange nicht da, wo wir sein müssten". Auch die Unternehmen müssten dazu "ihren Teil beitragen". Denn sollte es zu einem bewaffneten Konflikt kommen, hätte Europa nicht viel Zeit. „Das Ziel müsste sein, einen Krieg möglichst rasch zu gewinnen, nicht zuletzt, um die Leidenszeit einer Bevölkerung zu minimieren", sagte Schöllhorn. Daher müsse man „sicherstellen, dass ein solcher Konflikt in wenigen Wochen zu Ende ist und wir dabei nicht verloren haben". Auf einen „fünfjährigen Abnutzungskrieg" sei man „nicht vorbereitet".
Zudem bekräftigte Schöllhorn das Bekenntnis zum Luftkampfsystem FCAS, warnte aber vor einem möglichen Alleingang des Partners Dassault. Angesichts der Sicherheitslage müsse das Projekt zudem deutlich vor 2040 fertiggestellt werden. Auch bezeichnete er die geplante Fusion der Satellitensparten von Leonardo, Thales und Airbus als „überlebenswichtig", um im globalen Wettbewerb mit den USA und China zu bestehen.
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Ian Liesch

Bei russischen Angriffen gegen ukrainische Städte sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. In Pawlohrad in der Region Dnipropetrowsk starb während eines russischen Drohnenangriffs ein 55-Jähriger, wie Militärverwalter Wladislaw Hajwanenko auf Telegram mitteilte. Drei weitere Zivilisten, unter ihnen ein achtjähriges Mädchen, wurden bei der Attacke verletzt. Mehrere Häuser seien bei diesem Angriff beschädigt oder in Brand gesetzt worden.
In der südukrainischen Region Cherson wurde eine Frau bei einem russischen Artillerieangriff getötet. Zudem sei eine 82-Jährige schwer verletzt worden, berichtete Militärverwalter Olexander Prokudin auf Telegram. Im Tagesverlauf seien in der Region sieben weitere Zivilisten durch russischen Beschuss verletzt worden, fügte die Agentur Unian hinzu.
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Ian Liesch

Die Ukraine hat nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ihren Patriot-Schutzschirm gegen russische Luftangriffe mit deutscher Hilfe ausgebaut. „Ich danke Deutschland und persönlich Bundeskanzler Friedrich Merz für diesen gemeinsamen Schritt zum Schutz von Menschenleben vor dem russischen Terror“, erklärte Selenskyj auf Facebook und auf der Plattform X. Details zu dem deutschen Beitrag zu den Flugabwehrsystemen nannte er nicht. „Wir haben diese Verstärkung der Luftabwehr seit einiger Zeit vorbereitet, und nun sind die getroffenen Vereinbarungen umgesetzt.“
Die Ukraine verfügte bislang nur über wenige Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot, die vor allem aus Deutschland oder mit deutscher Hilfe geliefert wurden. Sie haben sich als wirkungsvollster Schutz gegen russische ballistische Raketen erwiesen. Insgesamt sollten Medienberichten zufolge im Oktober zehn Patriot-Batterien in der Ukraine gewesen sein, darunter auch aus Deutschland.
Im Juli hatten Bundeskanzler Merz und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre bei einem Treffen im Berlin beschlossen, die Verstärkung der ukrainischen Luftabwehr mit zwei Patriot-Flugabwehrsystemen gemeinsam zu finanzieren. Anfang August teilte die Bundesregierung mit, dass die Lieferung der Patriot-Systeme anlaufen könne. Ursprünglich war geplant, zwei Systeme für jeweils etwa eine Milliarde Euro in den USA zu kaufen und direkt in die Ukraine zu bringen. Da sie aber nicht sofort lieferbar waren, sollte die Bundeswehr zunächst zwei ihrer noch neun Patriots an die Ukraine abgeben und dann Ersatz aus den USA bekommen.
Die Ukraine ist dringend auf westliche Flugabwehrsysteme beim Schutz ihrer Städte vor russischen Angriffen angewiesen. Nach Selenskyjs Worten arbeitet die Ukraine mit ihren Unterstützern weiter am Aufbau eines zuverlässigen Luftabwehrsystems. „Die Verhandlungen über weitere gemeinsame Schritte zur Stärkung der Luftabwehr werden sowohl auf Regierungsebene als auch direkt mit den Herstellern der erforderlichen Systeme fortgesetzt.“ Er kündigte „weitere Ergebnisse“ an.
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Jonas Wagner
Russische Truppen sind bei schweren Kämpfen um die ostukrainische Stadt Pokrowsk weiter in das Stadtinnere vorgerückt. Das berichtete der regierungsnahe ukrainische Militärkanal Deep State auf Telegram, ohne weitere Details zu nennen. Zuvor hatte der ukrainische Oberbefehlshaber Olexandr Syrskyj darauf verwiesen, dass die Operation zur Vertreibung der russischen Einheiten aus der Stadt fortgesetzt werde.
Mehrere Hundert russische Soldaten waren in den vergangenen Tagen durch die ukrainischen Linien rund um die Stadt gesickert und hatten sich im Zentrum von Pokrowsk festgesetzt. Russische Truppen stürmen seit mehr als einem Jahr mit hohen Verlusten gegen die Bergbaustadt Pokrowsk im Donbass an, die vor dem Krieg etwa 60.000 Einwohner hatte. Den ukrainischen Truppen in Pokrowsk und der Nachbarstadt Myrnohrad droht die Einkesselung.
Mit Spezialkräften hinter den russischen Linien versucht die Ukraine angeblich, den Fall von Pokrowsk aufzuhalten. Ein Kommandotrupp sei mit dem Hubschrauber abgesetzt worden und solle die Nachschublinien nach Pokrowsk und Myrnohrad freikämpfen, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf Quellen im Militärgeheimdienst HUR. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau behauptete, die ukrainischen Spezialkräfte seien „vernichtet“ worden. Unabhängige Berichte zu den Vorgängen waren nicht möglich.
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Jonas Wagner
Nach den USA rückt auch Russland öffentlich von einem raschen Treffen der Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin zum Ukrainekrieg ab. Ein schnell organisierter Gipfel sei derzeit nicht nötig, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass in Moskau. „Gegenwärtig nötig ist eine sehr sorgfältige Arbeit an Details einer Regelung“, sagte Peskow. Trump hatte nach einem Telefonat mit Putin Mitte Oktober von einem Treffen in der ungarischen Hauptstadt Budapest binnen zwei Wochen gesprochen, um über ein Ende des Krieges zu reden. Allerdings kamen die Amerikaner in den nachfolgenden Kontakten mit Moskau wohl zu dem Schluss, dass die Russen nicht von ihren Maximalforderungen gegen die Ukraine abrücken. So verschob Trump den Gipfel auf unbestimmte Zeit und verhängte erstmals scharfe Sanktionen gegen zwei russische Ölkonzerne.
Peskow hielt mit seinen Worten an der Moskauer Linie fest: Russland lehnt alle Forderungen der USA, der Europäer und auch der Ukraine nach einer Waffenruhe ab, um danach über eine Lösung aller Konfliktfragen zu verhandeln. Der Kreml besteht darauf, dass erst eine politische Vereinbarung ausgehandelt sein muss, bevor die Kämpfe enden.
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Jonas Wagner
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge hat Russland allein in dieser Woche fast 1500 Kampfdrohnen, 1170 Lenkbomben und mehr als 70 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. „Es gab Treffer auf ganz normale Wohnhäuser und zivile Infrastruktur genauso wie zahllose Terrorangriffe, die auf den Energiesektor zielten“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Moskau wolle den Menschen in der Ukraine schaden. Die Kiewer Regierung arbeite daran, die Energieversorgung für den Winter zu sichern. Selenskyj dankte allen ausländischen Partnern, die Hilfe beim Schutz für das Energiesystem leisteten – darunter auch Deutschland, den USA und der EU.
Nach russischen Luftangriffen in der Nacht auf Sonntag meldeten die Gebiete Tschernihiw, Saporischschja und Donezk größere Stromausfälle mit Zehntausenden betroffenen Haushalten.
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Sabrina Frangos

Bei einem nächtlichen russischen Luftangriff auf die südostukrainische Frontregion Saporischschja sind Behördenangaben zufolge fast 60.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten worden. Zwei Menschen seien verletzt und mehrere Gebäude zerstört worden, teilt der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, mit. Die Reparaturteams würden die Stromversorgung wiederherstellen, sobald es die Sicherheitslage zulasse. Russland hat mit Beginn der Heizperiode seine Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Energie-Anlagen verstärkt. Die Oblast Saporischschja ist fast täglich Artillerie-, Raketen- und Drohnenbeschuss ausgesetzt. Laut Fedorow wurden dort allein in den 24 Stunden bis Sonntagmorgen bei rund 800 russischen Angriffen auf 18 Ortschaften ein Mensch getötet und drei weitere Menschen verletzt
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Sabrina Frangos

Zwei in der Ukraine inhaftierte nordkoreanische Kriegsgefangene haben nach Angaben von Aktivisten darum gebeten, in Südkorea leben zu dürfen. Die Gefangenen äußerten diesen Wunsch während eines Interviews für einen Dokumentarfilm, an dessen Koordination die NGO Gyeore-eol Nation United beteiligt war, die sich für nordkoreanische Überläufer einsetzt.
„Die beiden baten den Produzenten am Ende des Interviews, sie in den Süden zu bringen", sagte der Leiter der NGO, Jang Se Yul, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Das Interview fand Ende Oktober in Kiew statt, wo die beiden Kriegsgefangenen festgehalten werden. „Wir haben ihnen Videobotschaften und Briefe von nordkoreanischen Überläufern gezeigt, um ihnen Hoffnung zu geben", sagte Jang.
Laut der südkoreanischen Verfassung gelten alle Nordkoreaner zugleich als südkoreanische Bürger. Die Regierung in Seoul hat erklärt, dass dies auch für in der Ukraine gefangene Soldaten gelte.
Im Februar hatte der südkoreanische Abgeordnete Yu Yong Weon die beiden Kriegsgefangenen in der Ukraine besucht. Sie nach Nordkorea zurückzuschicken käme einem Todesurteil gleich, sagte er. Nach seinen Angaben berichteten die Gefangenen von verletzten nordkoreanischen Soldaten, die sich mit Granaten selbst töteten. Nordkoreanische Soldaten werden laut dem südkoreanischen Geheimdienst angewiesen, sich selbst umzubringen, um zu verhindern, in Gefangenschaft zu geraten.
Nordkorea ist einer der wichtigsten Unterstützer Moskaus beim russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Nach Erkenntnissen südkoreanischer und westlicher Geheimdienste hatte Pjöngjang im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Soldaten nach Russland entsandt, die vor allem in der Grenzregion Kursk eingesetzt wurden. Nordkorea bestätigte im April erstmals, Soldaten nach Russland geschickt zu haben. Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes wurden rund 2000 von ihnenin dem Krieg getötet.
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Sabrina Frangos

Der Kreml hält ein Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump zur Lösung des Ukraine-Konflikts derzeit nicht für nötig. Vielmehr sei „sehr sorgfältige Arbeit an den Details" erforderlich, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.
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Sabrina Frangos

Ein ukrainischer Drohnenangriff löst in der russischen Schwarzmeer-Hafenstadt Tuapse einen Brand aus und beschädigt Hafenanlagen. Der Hafen beherbergt ein wichtiges Ölterminal und eine Raffinerie des Konzerns Rosneft, die bereits mehrfach Ziel von Angriffen waren. Dies teilt die Regionalverwaltung von Krasnodar mit. Berichte über Verletzte gibt es nicht.
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Sabrina Frangos

Das auf unbemannte KI-Systeme spezialisierte Rüstungsunternehmen Helsing rät als Lehre aus dem Ukrainekrieg zu weiterreichenden Konsequenzen für die Bundeswehr. „Durch die enge Arbeit mit den Operateuren und auch die Transparenz der Ukraine in den Zahlen sehen wir sehr klar: 80 bis 90 Prozent der Verluste auf beiden Seiten sind auf Drohnen zurückzuführen“, sagt Gundbert Scherf, Helsing-Mitbegründer und Ko-Vorstandsvorsitzender, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Helsing liefert der Ukraine die Kamikazedrohne HX-2 zum Fronteinsatz gegen russische Ziele. Auch die Bundeswehr testet derzeit solche Waffensysteme. Es gibt auch weiterreichende, unbemannte Drohnen sowie Seedrohnen, die mit Sprengstoff versehen auf Seeziele gesteuert werden.
Mit seinen Einschätzungen widerspricht Scherf Äußerungen von Rheinmetall-Chef Armin Papperger, der sich in einem „Handelsblatt“-Interview skeptisch über eine kriegsentscheidende Rolle von Drohnen geäußert hatte.
„Fakt ist aber auch, dass der aktuelle Krieg zeigt, dass Kriege immer noch mit Panzern und Raketen geführt werden. Das wird sich in Zukunft nicht ändern“, sagte Papperger der Zeitung. „Aktuell gibt es eine Menge dieser Narrative, wonach der Krieg der Zukunft nur noch mit Drohnen geführt werde. Ich halte das für Unsinn.“
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Moritz Finger

In Teilen der von Russland besetzten Gebiete der Ukraine ist es nach ukrainischen Drohnenangriffen zu Stromausfällen gekommen. „In der Luhansker Volksrepublik gibt es erneut Stromausfälle“, meldeten örtliche Medien. In Luhansk selbst gebe es Schwankungen der Stromspannung. Ukrainischen Militärbeobachtern zufolge führten Drohneneinschläge in einem Umspannwerk von Altschewsk zu den Ausfällen.
Zuvor war es im besetzten Teil des Gebiets Saporischschja ebenfalls zu Problemen mit der Stromversorgung gekommen. „In Verbindung mit der nächsten Attacke vonseiten der ukrainischen Armee auf Energieobjekte ist der nördliche Teil der Region ohne Elektroenergieversorgung“, hatte der von Moskau eingesetzte Gouverneur des Gebiets, Jewgeni Balizki, bei Telegram mitgeteilt. Eine knappe Stunde später berichtete er jedoch bereits über eine vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung.
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