Verdacht gegen Kiew :
Ist Nord Stream ein legitimes militärisches Ziel?

Reinhard Müller
Ein Kommentar von Reinhard Müller
Lesezeit: 2 Min.
Aufnahme aus der Luft: Nach den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines tritt am 27. September 2022 Gas an die Oberfläche.
Kiew soll die Anschläge angeblich gebilligt haben. Sollte das stimmen, könnte man dies als zulässige Verteidigungshandlung werten – die Ukraine darf sich wirksam gegen Russland wehren.

Nehmen wir an, eine Nord-Stream-2-Leitung verliefe im Kursker Gebiet: Deren Zerstörung durch ukrainische Truppen hätte kaum jemanden aufgeregt, wenn sie denn überhaupt besonders aufgefallen wäre.

So gänzlich anders ist die Lage nach den jüngsten Berichten mit Blick auf die in der Ostsee gesprengte Gasleitung nicht. Im Eigentum eines russischen Staatskonzerns stehend und auch zum Moskauer Angriffskrieg gegen die Ukraine beitragend, lässt sie sich auch auf hoher See als legitimes Ziel betrachten. Zur Zeit ihrer Sprengung diente sie im Übrigen auch nicht mehr der Energieversorgung Deutschlands.

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