https://www.faz.net/-gpf-7mtxy

Ukraine : Majdan-Rat schlägt Jazenjuk als Regierungschef vor

  • Aktualisiert am

Kiew: Zehntausende haben sich zur Vorstellung der Kabinettsliste versammelt. Bild: AFP

Die ukrainische Protestberwegung hat Arseni Jazenjuk als neuen Übergangs-Ministerpräsidenten vorgeschlagen. Der Politiker der Timoschenko-Partei muss am Donnerstag noch vom Parlament bestätigt werden.

          1 Min.

          Die ukrainische Protestbewegung hat den Politiker Arseni Jazenjuk als Chef der Übergangsregierung nominiert. Der sogenannte Majdan-Rat, in dem die Führungsspitzen der bisherigen Oppositionsbewegung versammelt sind, bestimmte den 39 Jahre alten Vorsitzenden der Vaterlandspartei der früheren Regierungschefin Julia Timoschenko am Mittwoch zum Kandidaten für das Amt. Seine Nominierung wurde am Abend zusammen mit weiteren Kabinettsmitgliedern vor zehntausenden Menschen auf dem Majdan-Platz verkündet. Jazenjuk muss nun am Donnerstag noch vom Parlament bestätigt werden.

          Der proeuropäische Politiker konnte sich während der Proteste gegen den inzwischen entmachteten Staatschef Viktor Janukowitsch als einer der Oppositionsführer profilieren. Der Jurist und Ökonom war trotz seines geringen Alters bereits Wirtschafts- und Außenminister. Zudem verfügt der eher zurückhaltende Jazenjuk, der für seine demonstrative Sparsamkeit bekannt ist, über Erfahrung in der Welthandelsorganisation (WTO).

          Janukowitsch war am Samstag nach monatelangen Massenprotesten vom Parlament abgesetzt worden. Für den 25. Mai wurden Präsidentschaftswahlen anberaumt.

          Weitere Themen

          Bolsonaro spekuliert über Corona-„Krieg" Video-Seite öffnen

          Brasiliens Präsident : Bolsonaro spekuliert über Corona-„Krieg"

          Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro hat abermals mit Äußerungen zum Coronavirus für Aufsehen gesorgt. In mutmaßlicher Anspielung auf China spekulierte er, ob derzeit „ein neuer Krieg" geführt werde.

          Topmeldungen

          Schottlands Zukunft : Gekauft für englisches Gold

          Schon der schottische Dichter Robert Burns sah seine Landsleute ruiniert durch ein fehlgeschlagenes Kolonialabenteuer der Engländer. Wie ist die Stimmung heute, am Tag der schottischen Wahl, zwischen Politikern, Historikern und dem Volk?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.