Ukraine-Liveblog : Putin: Westen ist mit Hilfeversuchen in der Ukraine gescheitert
- Aktualisiert am
Gastgeber Putin: Der russische Präsident während einer Pressekonferenz mit Viktor Orbán in Moskau kurz vor dem Angriff auf die Ukraine Bild: Reuters
Ukraine hat zu wenig Granaten und Munition +++ London: Erster Einsatz von russischer Hyperschallrakete seit Langem +++ China will bei Energie stärker mit Russland kooperieren +++ Alle Entwicklungen im Liveblog.
Permalink: https://www.faz.net/-gpf-bbvzq
Erhalten Sie täglich den F.A.Z.-Newsletter zum Krieg in der Ukraine (hier kostenlos anmelden). Alle Texte, Hintergründe und Kommentare finden Sie auf unserer Sonderseite.
Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte bei der Sitzung, die Ukraine habe inzwischen 383.000 Soldaten durch Tod oder Verwundung verloren in dem Krieg. Die Ukraine wiederum gibt die Zahl der Verluste in den russischen Reihen aktuell mit 348.000 Soldaten an. Die Angaben sind nicht überprüfbar. Offizielle Zahlen über ihre eigenen Verluste gibt keine der beiden Kriegsparteien bekannt. Schoigu sagte auch, dass die Zahl der Freiwilligen im kommenden Jahr um mehr als 250.000 auf rund 745.000 Vertragssoldaten steigen solle.
Unmittelbar vor Putins Auftritt schoss die russische Flugabwehr nach Angaben des Verteidigungsministeriums im Moskauer Gebiet eine ukrainische Drohne ab. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte mit, es habe keine Verletzten oder Schäden gegeben. Der internationale Flughafen Wnukowo meldete nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti im Zuge des Drohnenangriffs gegen Mittag Einschränkungen bei Starts und Landungen.
Dazu zählten unter anderem 142 Hinrichtungen von Zivilisten, die seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Schnellverfahren durchgeführt worden seien. Türk fordert, dass die Armeen beider Länder, insbesondere aber Russlands, die internationalen Menschenrechte und das humanitäre Recht einhalten.
„„Die Russische Föderation hat es verpasst, angemessene Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung und ziviler Objekte vor den Auswirkungen ihrer Angriffe zu ergreifen."“Volker Türk, UN-Hochkommissar für Menschenrechte
Demnach begännen die Lieferungen ausländischer Verteidigungsgüter zu versiegen, weil 61 Milliarden US-Dollar an Ukrainehilfen derzeit im US-Kongress feststeckten und Ungarn die EU-Finanzierung in Höhe von 55 Milliarden US-Dollar blockiere.
„Es gibt ein Problem mit der Munition. Und heute bestehen die Probleme an der gesamten Frontlinie“, sagte Tarnavskyi der Agentur Reuters. „Die Mengen, die wir heute haben, reichen für unseren Bedarf nicht aus. Deshalb verteilen wir sie neu“, fügte der Kommandant hinzu und erklärte, dass das Militär dadurch weniger Aufgaben ausführen könne.
Auch Moskau habe mit Munitionsproblemen zu kämpfen, sagte er, ohne Einzelheiten zu nennen.
Die Lieferungen der NATO-Staaten, insbesondere der 155 Millimeter NATO-Standardgeschosse, spielen eine entscheidende Rolle für die Ukraine.
„ „Viele Abschüsse haben wahrscheinlich ihre beabsichtigten Ziele verfehlt, zudem ist es der Ukraine auch gelungen, Angriffe dieses angeblich ,unbesiegbaren' Systems abzufangen.“ “Britisches Verteidigungsministerium
Quelle: FAZ.NET
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.