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Ukraine : Kiew macht einen klugen Zug

Das ukrainische Parlament hat erlaubt, dass bis zu 950 bewaffnete Soldaten aus den Niederlanden und Australien an den Absturzort des Flugs MH 17 kommen dürfen. Das bringt die Separatisten in der Ostukraine in Zugzwang.

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          Die Zustimmung des ukrainischen Parlaments zur Entsendung von bis zu 950 bewaffneten Soldaten und Ermittlern aus den Niederlanden und Australien an den Absturzort des Flugs MH 17 ist klug. Der vom russischen Außenminister Lawrow geäußerten Idee, „russische Friedenstruppen“ zur Sicherung der Absturzstelle zu schicken, ist damit die Grundlage entzogen.

          Ein besonderes Interesse an der Untersuchung

          Die Separatisten werden unter Zugzwang gebracht: Stimmen sie nicht zu oder versuchen sie, die Mission zu sabotieren, wird endgültig klar, dass sie an einer Aufklärung nicht interessiert sind. Niederländer und Australier sind in diesem Konflikt bisher nicht besonders exponiert gewesen, und die prorussischen Kämpfer und ihre Moskauer Schutzherren müssen beiden Staaten angesichts ihrer vielen Opfer ein besonderes Interesse an der Untersuchung zugestehen - ihre Soldaten zu Hilfstruppen der Ukraine zu erklären, wäre sogar für die russische Propagandamaschine eine schwierige Aufgabe.

          Selbst wenn schon viele Spuren zerstört sein sollten, wäre schon viel gewonnen, wenn wenigstens alle Toten geborgen werden könnten.

          Reinhard Veser

          Redakteur in der Politik.

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