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Illegaler Grenzübertritt : Ukrainischer Innenminister droht Saakaschwili

  • Aktualisiert am

Der frühere georgische Präsident Saakaschwili dringt, umringt von Unterstützern, in die Ukraine ein. Bild: AFP

Der frühere ukrainische Staatsbürger Micheil Saakaschawili hat am Sonntag seine Rückkehr in die Ukraine erzwungen. Das könnte nun ein Nachspiel vor Gericht haben – auch für seine Helfer.

          Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow hat dem ehemaligen georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili und seinen Helfern Verfahren wegen ihres illegalen Grenzübertritts angedroht. Dies betreffe auch Parlamentsabgeordnete, schrieb Awakow am Montag auf Facebook.

          Saakaschwili, dem die Staatsbürgerschaft seiner zweiten Heimat Ukraine aberkannt worden ist, war am Vortag aus Polen trotz Verbots wieder eingereist. Dazu durchbrachen seine Anhänger am Übergang Schehyni in der Westukraine eine Kette von Grenzschützern. Die Polizei und andere Sicherheitsbehörden seien angewiesen gewesen, keine Gewalt anzuwenden, kommentierte Awakow den Vorgang.

          Saakaschwili war 2015 vom Präsidenten Petro Poroschenko in die Ukraine gerufen worden, um als Gouverneur der Hafenstadt Odessa bei Reformen zu helfen. Dann überwarfen sich die Freunde jedoch. Für Poroschenko bringt Saakaschwilis Probleme, denn dieser strebt nun eine eigenständige politische Karriere in der Ukraine an.

          In der Nacht traf Saakaschwili in der westukrainischen Stadt Lwiw mit Bürgermeister Andrej Sadowy zusammen, der ebenfalls ein Gegner Poroschenkos ist. Er wolle über seine nächsten Schritte in der Ukraine beraten, sagte Saakaschwili nach Medienberichten.

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