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Überraschungsbesuch : Kramp-Karrenbauer bei deutschen Soldaten in Afghanistan

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Kurz nachdem das Bundeskabinett den Willen zu einer Verlängerung des Einsatzes bekundet hat, besucht die Verteidigungsministerin das Bundeswehr-Kontingent am Hindukusch. Das Ziel, sagt sie dort, bleibe der geordnete Abzug.

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          Verteidigungsministerin Annegret Kramp Karrenbauer (CDU) ist am Freitag zu einem Besuch der deutschen Truppen in Afghanistan eingetroffen. Wie ihr Ministerium mitteilte, traf Kramp-Karrenbauer in den frühen Morgenstunden beim deutschen Einsatzkontingent in Mazar-e-Sharif ein. Der Besuch war, wie üblich, aus Sicherheitsgründen nicht zuvor angekündigt worden.

          Einen Tag, nachdem das Bundeskabinett den Willen bekundet hatte, das Mandat der Bundeswehr bis Anfang 2022 zu verlängern, erklärte die Ministerin im Camp Marmal, Afghanistan brauche dringend Perspektiven und den gesellschaftlichen Ausgleich zwischen verfeindeten Gruppen. „Unsere Soldatinnen und Soldaten können diese Prozesse nicht ersetzen. Die Männer und Frauen der Bundeswehr leisten aber gemeinsam mit Verbündeten, insbesondere im Norden des Landes, einen wichtigen Beitrag.“

          Im vergangenen Jahr hatten die amerikanische Regierung von Donald Trump und die Taliban in Doha eigentlich vereinbart, dass alle internationalen Truppen bis Ende April dieses Jahres abziehen. Allerdings sehen Trumps Nachfolger Joe Biden und seine westlichen Nato-Verbündeten die Bedingungen für den Abzug derzeit offenkundig nicht als erfüllt an. Insgesamt leisten noch rund 10.000 Soldaten aus 40 Staaten ihren Dienst in Afghanistan.

          Gegenwärtig sind rund 1100 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr am Hindukusch im Einsatz. Das Mandat sieht eine Obergrenze von 1300 vor. Der Verlängerung bis zum 31. Januar 2022 muss der Bundestag noch zustimmen.

          „Wir sind dazu bereit, den Friedensprozess weiterhin zu unterstützen“, erklärte Kramp-Karrenbauer weiter. Der Schutz der eigenen Soldatinnen und Soldaten habe mit Blick auf die Sicherheitslage dabei „sehr hohe Priorität“, für die „alle erforderlichen Maßnahmen“ gemeinsam mit den Partnern ergriffen würden. „Das Ziel bleibt der geordnete Abzug."

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