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Tunesien : Verhandlungen über Übergangsregierung gescheitert

  • Aktualisiert am

Mustapha Ben Jaafar, Präsident der verfassungsgebenden Versammlung Bild: dpa

Die Verhandlungen zwischen Islamisten und Oppositionsparteien über die Bildung einer Übergangsregierung sind gescheitert. Man konnte sich nicht auf einen Ministerpräsidenten einigen.

          In Tunesien sind die Verhandlungen zwischen den herrschenden Islamisten und Oppositionsparteien über die Bildung einer Übergangsregierung vorerst gescheitert. Beide Seiten hätten sich nicht auf einen Ministerpräsidenten einigen können, sagte der Vermittler Hussein Abassi von der einflussreichen Gewerkschaft UGTT am Montag. Die Gespräche seien ausgesetzt, bis es eine solide Grundlage für neue Verhandlungen gebe.

          Der Abbruch dämpft die Hoffnungen, dass die verfahrene Lage in Tunesien schnell gelöst werden kann. Vertreter der gemäßigt islamistischen Ennahda-Partei haben sich zwar zum Rücktritt noch in diesem Monat bereiterklärt. Doch sie und die Oppositionsparteien sind bei Einzelheiten tief zerstritten. Eine Übergangsregierung sollte bis zu Wahlen im Amt bleiben.

          Schon seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Zine al-Abidine Ben Ali vor knapp drei Jahren gibt es in Tunesien über die Rolle des Islams Streit. Weil radikale Islamisten in diesem Jahr aber zwei weltliche Oppositionspolitiker ermordeten, demonstrierten viele Bürger gegen die Ennahda. Kritiker werfen der Partei vor, nicht hart genug gegen Extremisten vorzugehen.

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