https://www.faz.net/-gpf-911cu

Rassismusvorwurf der Türkei : Hass und Gewalt

Die Türkei klagt über „Rassisten“ und „Faschisten“ – und gibt so der Bundesregierung recht. Erdogans Regime bricht alle Brücken ab – auch zum eigenen Volk.

          1 Min.

          Es ist eine alte Forderung, die aber nicht leicht zu verwirklichen ist: Die Bundesregierung mit Außenminister Gabriel und Justizminister Maas vorneweg will prüfen, inwieweit die türkische Regierung in Deutschland ihre Gegner verfolgen lässt. Außerdem soll verhindert werden, dass die hiesigen muslimischen Gemeinden unter den Einfluss von Präsident Erdogan geraten.

          Beides ist wichtig. Ausländische Regierungen, zumal autokratische Regime, dürfen sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischen. Sie sollen auch keinen verdeckten Einfluss auf ihre Landsleute nehmen können, um diese für ihre menschenrechtswidrige Politik in Anspruch zu nehmen. Finanzströme können umgelenkt werden.

          Entscheidend ist, was hierzulande in Moscheen gepredigt wird, inwieweit aus dem Ausland zu Hass und Gewalt aufgerufen wird. Der türkische Europaminister spricht nun mit Blick auf Gabriel von „Rassisten, Faschisten und den Feinden des Islam“ – und gibt damit der Bundesregierung recht. So bricht Erdogans Regime alle Brücken ab – auch zum eigenen Volk.

          Reinhard Müller
          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

          Weitere Themen

          Israel und Hamas setzen Angriffe fort Video-Seite öffnen

          Nahostkonflikt : Israel und Hamas setzen Angriffe fort

          Die israelische Luftwaffe flog abermals Angriffe auf den Gazastreifen und die radikal-islamische Hamas feuerte weitere Raketen auf israelisches Territorium. International liefen die Bemühungen für ein Ende der Gewalt weiter.

          Topmeldungen

          Löscharbeiten in Israel nach Raketenangriffen aus dem Gazastreifen

          Deutschland und Israel : Verbundenheit auf Abruf

          Jetzt reden wieder alle von Israels Sicherheit: Was von gut gemeinter Staatsräson bleibt – und was gerade in dieser Situation an ihre Stelle treten müsste. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.