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Stockholm : Türkische Zeitung „Cumhuriyet“ erhält Alternativen Nobelpreis

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Der Alternative Nobelpreis zeichnet den „unerschrockenen investigativen Journalismus“ der türkischen Zeitung aus. Bild: dpa

Die Right Livelihood Award Foundation hat in Stockholm vier Preisträger mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Die regierungskritische Zeitung „Cumhuriyet“ erhält den Preis für ihren „unerschrockenen investigativen Journalismus“.

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          Der Alternative Nobelpreis 2016 ist am Donnerstag in Stockholm an vier Preisträger vergeben worden, die sich auf verschiedenen Kontinenten drängenden globalen Herausforderungen annehmen. Die türkische Zeitung „Cumhuriyet“, erhält den Preis für ihren „unerschrockenen investigativen Journalismus und ihr bedingungsloses Bekenntnis zur Meinungsfreiheit trotz Unterdrückung, Zensur, Gefängnis und Morddrohungen“. Ausgezeichnet wurden außerdem die Syria Civil Defence, bekannt als die „Weißhelme“. Seit 2013 retten die rund 3000 Freiwilligen in Syrien Menschen aus den im Bürgerkrieg zerstörten Häusern. Der Preis ging das erste Mal seit seiner Stiftung im Jahr 1980 nach Syrien.

          Der Alternative Nobelpreis ging außerdem nach Ägypten, an Mozn Hassan und die Organisation „Nazra für feministische Studien“ für ihren beharrlichen Einsatz für Frauenrechte. Auch die Russin Swetlana Gannuschkina wurde  „für ihr jahrzehntelanges Engagement für Menschenrechte und Gerechtigkeit für Geflüchtete und Migranten“ ausgezeichnet,

          Der Alternative Nobelpreis – offiziell Right Livelihood Award (Preis für richtige Lebensführung) – wird jährlich verliehen und zählt bis heute 166 Preisträger aus 68 Ländern. In der Regel teilen sich vier Preisträger das Preisgeld in Höhe von drei Millionen Schwedischen Kronen (315.000 Euro) zu gleichen Teilen. Der Publizist Jakob von Uexküll hatte den Preis 1980 als Alternative zu den traditionellen Nobelpreisen gegründet. 2014 hatte die Stiftung mit dem Preis für den amerikanischen Whistleblower Edward Snowden Aufsehen erregt.

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