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Putschversuch : Mammutprozess in Ankara

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Der mutmaßliche Drahtzieher des Putsches, General Akin Öztürk, wird am Dienstag von Soldaten zum Gerichtsgebäude geführt. Bild: EPA

Gut ein Jahr nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei beginnt der Prozess gegen die mutmaßlichen Verschwörer. Im Fokus steht die türkische Luftwaffe.

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          In der Türkei hat am Dienstag der bislang größte Prozess gegen mutmaßliche Beteiligte des gescheiterten Militärputschs im Juli vergangenen Jahres begonnen. 486 Verdächtige müssen sich vor einem Gericht bei Ankara verantworten. Konkret geht es um die Ereignisse auf dem Luftwaffenstützpunkt Akinci, dem damaligen Hauptquartier der Aufständischen. Die Männer sind unter anderem des Versuchs angeklagt, die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan zu stürzen.

          Unter den Angeklagten ist auch der ehemalige Luftwaffenkommandeur Akin Öztürk, der verdächtigt wird, Drahtzieher des Putschversuchs zu sein. In der Türkei laufen bereits mehrere Prozesse gegen mutmaßliche Teilnehmer der gescheiterten Militäraktion am 15. Juli 2016, bei der mehr als 250 Menschen starben.

          Die türkische Führung macht die Bewegung um den in den Vereinigten Staaten lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich. Dieser bestreitet das. Erdogan geht rigide gegen mögliche Anhänger des Klerikers vor. Insgesamt sitzen in der Türkei mehr als 50.000 Menschen im Gefängnis, denen Verbindungen zur Gülen-Bewegung vorgeworfen werden.

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