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Türkei-Kommentar : Wieder Wahlkampf in Deutschland?

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt Recep Tayyip Erdogan, den Präsidenten der Türkei, im Sommer 2017 beim G-20-Gipfel in Hamburg. Bild: dpa

Am 24. Juni will Recep Tayyip Erdogan sich zum Über-Präsidenten der Türkei wählen lassen. Der Wahlkampf wird wohl wieder nach Deutschland ausstrahlen.

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          Kaum zeichnet sich in den deutsch-türkischen Beziehungen zumindest rhetorisch etwas Entspannung ab, da naht die nächste Zerreißprobe. Am 24. Juni will Recep Tayyip Erdogan sich nach den Regeln der neuen Verfassung, die er vor einem Jahr per Referendum billigen ließ, zum Über-Präsidenten der Türkei wählen lassen. Das birgt auch für die deutsche Gesellschaft Sprengstoff.

          Michael Martens

          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Vor dem Verfassungsreferendum vom April 2017 hatten Erdogan, seine Minister und die Medien des türkischen Machtkartells bedenkenlos außenpolitisches Porzellan zerschlagen, um innenpolitisch zu punkten. Nicht einmal vor Nazi-Vorwürfen scheuten die Türken zurück, nachdem Deutschland und die Niederlande Wahlkampfaufritte türkischer Minister untersagt hatten.

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