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Türkei und Israel : Einsam

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Bild: dpa

Israel ist auf dem besten Weg, mit der Türkei seinen wichtigsten Partner in der islamischen Welt zu verlieren. Der Preis dafür, sich nicht zu entschuldigen, ist hoch.

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          Ministerpräsident Netanjahu zeigt sich unbeeindruckt. Es gebe nichts, wofür sich Israel in der Türkei entschuldigen müsse. Auch wenn noch nicht klar ist, ob Ankara alle Drohungen in die Tat umsetzt: Die Regierung in Jerusalem ist auf dem besten Wege, ihren wichtigsten Partner in der islamischen Welt zu verlieren. Als ob Israel nicht schon genug Probleme hätte.

          Aus Ägypten, wo der Friedensvertrag mit Israel sehr unpopulär ist, kam am Wochenende die Forderung, endlich den israelischen Botschafter auszuweisen. Bis zu seinem Sturz hatte Präsident Mubarak dafür gesorgt, dass Israel sich auf das wichtige arabische Land verlassen konnte. Jordanien pflegt seine diplomatischen Beziehungen zu Israel halbherzig. Sie sind so unterkühlt wie nie zuvor.

          Dabei braucht Israel angesichts des Sturms, der sich in den Vereinten Nationen zusammenbraut, jede Unterstützung, die es bekommen kann. Spätestens, wenn die PLO erfolgreich beantragt, Palästina als Mitgliedstaat aufzunehmen, wird es noch einsamer um Israel werden. Der Preis dafür, sich bei der Türkei nicht zu entschuldigen, ist sehr hoch.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

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