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Amerikanischer Soldat stirbt : Zahlreiche Tote bei Luftangriff auf Al Qaida im Jemen

  • Aktualisiert am

Beim Angriff auf radikal-islamistische Terroristen im Jemen soll das amerikanische Militär Kampfhubschrauber des Typs „Apache“ (Archivbild) eingesetzt haben Bild: dpa

Zahlreiche Al-Qaida-Kämpfer und ein amerikanischer Soldat sind beim ersten groß angelegten Angriffs im Jemen in Donald Trumps Amtszeit ums Leben gekommen. Anwohner berichten von zivilen Opfern.

          Bei einem amerikanischen Militäreinsatz im Jemen sind nach Angaben der Vereinigten Staaten vierzehn Kämpfer der Terrormiliz Al-Qaida getötet worden. Auch ein amerikanischer Soldat kam bei dem Angriff ums Leben, drei weitere wurden verletzt, wie das Zentralkommando in Tampa am Sonntag weiter mitteilte. Die genauen Umstände der Operation blieben zunächst unklar.

          Anwohner hatten zunächst davon berichtet, dass bei einem amerikanischen Luftangriff am Sonntagmorgen drei Stammesführer getötet worden seien. Apache-Hubschrauber des amerikanischen Militärs hätten demnach Häuser der Stadt Rada in der südlichen Provinz Al-Baida beschossen. Provinzsprecher Aref al Amri berichtete, dass zudem „eine noch nicht
          bekannte Anzahl von Zivilisten, darunter Kinder und Frauen“ durch das Bombardement getötet worden sei. Dafür gab es zunächst keine Bestätigung vom amerikanischen Militär.

          Es war der erste großangelegte Militäreinsatz im Jemen seit der Amtsübernahme des neuen amerikanischen Präsidenten, für den das amerikanische Militär verantwortlich gemacht wird. Im Jemen gibt es immer wieder gezielte Angriffe auf Mitglieder der Extremistengruppe Al Qaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap). Die Vereinigten Staaten betrachten die im Jemen angesiedelte Gruppe als gefährlichsten Ableger des Terrornetzwerks und gehen immer wieder mit Drohnenangriffen gegen sie vor.

          Präsident Trump hatte in seiner Antrittsrede dem islamistischen Terrorismus den Kampf angesagt: „Wir werden die zivilisierte Welt gegen den radikal-islamistischen Terrorismus vereinen, der völlig vom Antlitz der Erde verschwinden wird“, so Trump. Am Samstag hatte er das Pentagon bereits angewiesen, binnen 30 Tagen eine effektive Strategie im Kampf gegen die vor allem in Syrien, im Irak und in Libyen aktive Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) auszuarbeiten..

          Im Jemen wütet seit Anfang 2015 ein Bürgerkrieg zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und den Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Extremistengruppen wie Aqap undder IS machen sich den Konflikt zunutze, um ihre Macht vor allem im Süden und Südosten des Landes auszuweiten.

          Im Südwesten des Jemen sind nach Angaben von Militärangehörigen und Ärzten bei schweren Gefechten und Luftangriffen binnen 24 Stunden mehr als hundert Menschen getötet worden. Mindestens neunzig Kämpfer der Huthi-Rebellen und ihrer Verbündeten sowie fast zwanzig Regierungssoldaten seien getötet worden, hieß es an diesem Sonntag von Seiten der Mediziner und des Militärs.

          Bei den erbitterten Kämpfen in der Region Mocha ging es den Angaben zufolge um die Kontrolle über Küstenregionen am Roten Meer.

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