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Trump-Kommentar : Widerstand im Weißen Haus

Donald Trump am Mittwoch während einer Veranstaltung mit Sheriffs im East Room des Weißen Hauses in Washington Bild: dpa

Man mag es den Trump-Gegnern im Weißen Haus abnehmen, dass es ihnen allein um das Wohl des Landes geht. Aber sind diese Leute dennoch befugt, die Regierung in die „richtige“ Richtung zu führen?

          In der amerikanischen Regierung arbeiten aufrechte Patrioten, um das Schlimme zu verhindern, was der Präsident im Schilde führt oder aufgrund seiner Impulsivität, Ahnungslosigkeit und einfach seines Charakters wegen anzurichten droht. Sie leisteten „stillen Widerstand“, schreibt ein anonymer Autor in der „New York Times“.

          Wahrscheinlich stimmt das, und das wäre ein weiterer Beleg für das Chaos, das besonders im Weißen Haus herrscht. Man mag es den Widerständlern abnehmen, dass es ihnen allein um das Wohl des Landes geht; Trump verachtet Grundprinzipien der politischen Ordnung Amerikas.

          Aber sind diese Leute dennoch befugt, die Regierung in die „richtige“ Richtung zu führen, weil sie die Richtung, die Trump einschlägt, wie viele andere für falsch halten?

          Man kann und muss es bedauern, aber Trump ist nun einmal von rund 63 Millionen Wählern zum Präsidenten gewählt worden, den Autor und die anderen Widerständler hat niemand gewählt. Trumps Wähler werden die Geschichte vom „tiefen Staat“, der die Erlösung des amerikanischen Volkes verhindere, nun erst recht glauben.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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