https://www.faz.net/-gpf-9mib4

Wegen „Krise“ an Grenze : Trump fordert weitere Milliarden vom Kongress

  • Aktualisiert am

Zeltstadt an der Grenze zu den Vereinigten Staaten (Archivbild) Bild: dpa

Laut dem Weißen Haus wird die Lage an der amerikanisch-mexikanischen Grenze „von Tag zu Tag schlimmer“. Um den Anstieg an Migranten in den Griff zu bekommen, sei demnach viel Geld nötig.

          Zur Bewältigung der von ihm ausgerufenen Krise an der Grenze zu Mexiko fordert Amerikas Präsident Donald Trump weitere Milliardensummen vom Kongress. Trump bitte das Parlament wegen der humanitären Krise um die Freigabe von weiteren 4,5 Milliarden Dollar (4 Milliarden Euro), teilte das Weiße Haus am Mittwoch mit. Der Löwenanteil davon solle dafür verwendet werden, die Bettenkapazität für unbegleitete Kinder auszubauen, die über die Grenze kämen. Ein ranghoher Regierungsvertreter sagte, die Mittel seien nicht für die Grenzmauer gedacht, die Trump bauen will.

          Das Weiße Haus teilte mit, es gebe einen „überwältigenden Anstieg“ von Migranten, von denen viele minderjährig seien. Grenzpolizisten hätten im vergangenen halben Jahr insgesamt mehr als 455.000 Migranten bei illegalen Grenzübertritten aufgegriffen – rund 245.000 Menschen mehr als im Vorjahreszeitraum. Bis zum Jahresende könne die Zahl auf eine Million steigen. „Die Lage wird von Tag zu Tag schlimmer“, sagte ein Regierungsvertreter.

          Trump hat wiederholt damit gedroht, die Grenze zu Mexiko zu schließen. Der republikanische Präsident will wegen der von ihm ausgerufenen „humanitären und Sicherheitskrise“ an der Grenze dort außerdem eine Mauer bauen. Der Kongress hatte die dafür von ihm geforderten Mittel verweigert. Trump hatte daraufhin einen Nationalen Notstand an der Grenze ausgerufen, um sich ohne Zustimmung des Kongresses aus anderen Töpfen bedienen zu können. Das war auch unter Republikanern im Kongress auf Kritik gestoßen.

          Weitere Themen

          Selfies mit dem K-Hive

          Kamala Harris im Wahlkampf : Selfies mit dem K-Hive

          Kamala Harris, Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten, sammelt Spenden in New York. Politisch landet sie mal links und mal in der Mitte – und setzt auf die vielen unentschlossenen Wähler.

          Topmeldungen

          Emissionshandel : Mit Kompensation das Klima retten?

          Durch Klimazertifikate das ausgestoßene CO2 am anderen Ende der Welt einsparen: Wie viel kann Kompensation tatsächlich bewegen – und wie viel dran ist am Vorwurf des Ablasshandels.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.